In Sankt Petersburg sorgt man sich, um die Eisbären in Sendai und Shizuoka

In St. Petersburg they’re fretting about polar bears Sendai and Shizuoka

Im Zoo im Sankt Petersburg sind in den vergangenen Jahren viele Jungtiere geboren worden und sind von hier aus in Zoos in der ganzen Welt umgezogen. Jungtiere von Uslada und Menshikov leben auf vier Kontinenten, neben Russland, in China, den USA, der Tschechischen Republik, in Australien und auch in Japan. Um diese Nachkommen ihres erfolgreichen Zuchtpaares macht man sich in Sankt Petersburg nun große Sorgen.

At the St. Petersburg Zoo many polar bear cuby were born in recent years and they have already been moved to other zoos all over the world.  Cubs of Uslada and Menshikov live on four continents, elsewhere in Russia, in China, in the US, in the Czech Republic, in Australia, and in Japan too.  Now serious worries have developed over this offspring of this successful breeding pair.

Svetlana Shelgunova, die stellvertretende Leiterin der Raubtier Abteilung des Zoos Leningrad, wie der Zoo von Sankt Petersburg immer noch heißt, erzählte, dass sie sich, sobald sie von dem Erdbeben in Japan erfahren haben, bemüht hätten mit den Kollegen in Shizuoka in Kontakt zu treten. Dort lebt seit Juli 2008 der Eisbär Peter, der am 27. November 2007 in Sankt Petersburg geboren wurde. Der Eisbär ist von den Japanern in Rossi umbenannt worden. Er gehört immer noch dem Zoo Leningrad. Shizuoka liegt ein Stück südlich von Tokio ein ganzes Stück vom Epizentrum des ersten Erdbebens, das am 11. März den Nordosten Japans erschütterte. Doch am 15. März gab es direkt in der Nähe am Fuß des Fuji ein starkes Nachbeben der Stärke 6 auf der Richterskala und man fürchtet, dass ein solches Beben einen erneuten Ausbruch des Fuji auslösen könnte. In Sankt Petersburg machte man sich große Sorgen, um das Wohl ihres Eisbären. Doch zunächst erhielt man keine Antwort auf die besorgte Anfrage. Es dauerte einige Zeit, bis ein Brief in Sankt Petersburg ankam, dass es im Nihondaira Zoo in Shizuoka nur geringe Erschütterungen gegeben hätte und es keine Schäden an den Gebäuden des Zoos gebe, alle Tiere seien wohl auf. Sie hätten nicht einmal Angst gehabt.

Svetlana Shelgunova, the Deputy Director of Mammal Department at the Leningrad Zoo, as the St. Petersburg Zoo is still called, explains that as soon as the earthquake in Japan had been felt, she made great efforts to contact her colleagues in Shizuoka.  Since July 2008, the polar bear Peter has been there; he was born November 27, 2007 in St. Petersburg.  The polar bear had got a new name in Japan: Rossi.  He still belongs to the Leningrad Zoo.  Shizuoka lies slightly south of Tokyo, and further away from the epicenter of the first earthquake that shook northeastern Japan on March 11.  Then on March 15, there was an aftershock measuring 6 on the Richter Scale right at the foot of Mt. Fuji, and they were worried that such a powerful tremor could trigger another eruption of Fuji.  In St. Petersburg they were terribly worried over the well-being of the polar bears.  At first there were no responses to their anxious inquiries.  It was quite a while before a letter arrived in St. Petersburg, saying that Shizuoka at the Nihondaira Zoo had only experienced minor tremors and that there was no damage to the Zoo’s exhibits, so all the animals were safe.  They had not even been frightened.

Foto: Yum picks

Foto: Yum picks

Man bat in Sankt Petersburg die Kollegen in Shizuoka darum, sich danach zu erkundigen, wie es dem Yagiyama Zoo in Sendai ergangen ist. Dort lebt auch ein Eisbär, der in Sankt Petersburg geboren wurde, der sechs Jahre alte Kai, der allerdings nun dem Yagiyama Zoo gehört. Man war sehr erleichtert zu erfahren, dass es im Yagiyama Zoo kaum Schäden durch das Erdbeben gegeben hat und der Tsunami den Zoo nicht erreicht hat, da er auf einem Hügel liegt. Trotzdem braucht der Zoo Hilfe. Die Stromversorgung ist nicht gesichert, es fehlt sauberes Trinkwasser und Futter.

From St. Petersburg, they asked their colleagues in Shizuoka if they had any information about conditions at the Yagiyama Zoo in Sendai.  There, too, is a polar bear from St. Petersburg, the 6-year-old Kai, who now belongs to the Yagiyama Zoo.  They were relieved to know that there was minimal earthquake damage at the Yagiyama Zoo and that the tsunami hadn’t reached the zoo, which lies on a hill.  Nevertheless the Zoo needed help.  Electricity is uncertain, and there is a lack of clean drinking water and feed.

Quelle mit Bildern von Kai als Jungtier / Source with pictures of Kai as a cup

http://www.neva24.ru/a/2011/03/22/Medvezhata_iz_Leningradsko

 

 

 

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3 Antworten zu “In Sankt Petersburg sorgt man sich, um die Eisbären in Sendai und Shizuoka

  1. Vielen Dank für diese Informationen Ulli.
    Ich habe diesen Bericht jetzt erst entdeckt.Hoffentlich geht für die Menschen und Tiere in Japan doch noch alles irgendwie gut aus.Die Nachrichten sind jedoch entsetzlich und man fühlt sich so hilflos.
    Liebe Grüße, Brigitte

  2. Danke, liebe Ulli für die Nachrichten aus Japan.
    Liebe Grüße, caren

    Könntest Du bitte mal überprüfen, warum das Abo nicht zuverlässig funktioniert? Mal kommt eine Alert, dann wieder nicht. Lieben Dank!

  3. Liebe Ulli,

    Danke sehr für diesen Beitrag in diesen nicht einfachen und traurigen Zeiten. Umso mehr weiss ich es auch zu schätzen, dass du uns an den Neuigkeiten aus Japan teilhaben lässt. Die Nachricht deckt sich übrigens mit allem, was ich bis Sonntag ebenfalls in Erfahrung bringen konnte.

    Ich würde gerne wissen, wie denn die Futterversorgung läuft, ich stelle mir das in Sendai vor allem sehr schwierig vor. An die Strahlenbelastung willl ich jetzt gar nicht noch mitdenken.

    Den Aufruf von WAZA habe ich noch auf anderen Seiten entdeckt, das hat mich gefreut.

    Vielen Dank. Heute mit immer noch sehr nachdenklichen und traurigen Grüßen

    Birgit

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