Ein Geschenk für Qannik und Blanche

Aywaille, 19. Juni 2011

A present for Qannik and Blanche

Der Wetterbericht las sich eigentlich nicht so, dass man einen Besuch in einem Zoo geplant hätte. Aprilwetter im Juni war angesagt, aber das konnte uns nicht abhalten. Schließlich hatten wir eine Überraschung für Qannik und Blanche in der Monde Sauvage Safari Aywaille besorgt und die wollten wir so schnell wie möglich abgeben.

The forecast wasn’t actually encouraging for planning a trip to the Zoo.  They forecast April weather in June, but that didn’t stop us.  After all, we had brought a surprise for Qannik and Blanche at the Monde Sauvage Safari in Aywaille, and we were in a hurry to give it to her.

Eisbärin Blanche mit ihrer Tochter Qannik in der Monde Sauvage Safari in Aywaille
Als wir ankamen wurde die Anlage noch sauber gemacht und so blieb uns Zeit für eine Tasse Kaffee, bevor wir uns dem kühlen Wetter und dem Nass stellten, dass immer mal wieder vom Himmel fiel. Den Eisbären machten die gelegentlichen Regensschauern und die frischen Windböen nichts aus. Allerdings schien die kleine Qannik etwas anderes zu plagen. Anders als bei unseren vorigen Besuchen, den letzten erst vor einer Woche, wich sie ihrer Mutter nicht von der Seite und „quengelte“ die ganze Zeit herum.

When we came to the exhibit, a keeper was cleaning it, so we had time for a cup of coffee before we cool weather and dampness set in.  The sky was giving ominous hints.  The polar bears didn’t care at all about rain showers and brisk wind.  Indeed it seemed that  something else bothered little Qannik.  Different from our previous visit, a week earlier, she hovered over her mother and „fussed“ around endlessly.

Eisbärin Blanche mit ihrer Tochter Qannik in der Monde Sauvage Safari in Aywaille Eisbärin Blanche mit ihrer Tochter Qannik in der Monde Sauvage Safari in Aywaille

Sogar im Wasser hing sie stets an Mamas Rockzipfel und schwamm immer dicht hinter ihr her. Das war bei unserem Besuch eine Woche vorher noch ganz anders. Da war sie die meiste Zeit alleine über die Anlage gerannt. Natürlich passte Blanche gut auf sie auf, aber das geht ja auch aus einer gewissen Entfernung. Heute konnte Blanche keinen Schritt gehen, ohne über ihre kleine Tochter zu „stolpern“. Denn die suchte immer wieder den Schutz unter dem Bauch ihrer Mutter. Trotzdem war die kleine Eisbärin furchtbar neugierig und musste immer mal wieder nachschauen, was da in und um die Anlage so alles passierte. Meine Freundin, die das Geschenk für die Eisbären besorgt hatte, fand schließlich heraus, warum Qannik diesmal die ganze Zeit unwillig brummte. Sie bekommt neue Zähne und das scheint kleinen Eisbären genauso zu schaffen zu machen, wie kleinen Menschen.

This time, even in the water, she seemed tied to Mama’s apron string and followed her every time.  It had been quite different at our visit a week earlier.  Then she had spent most of the time racing around the exhibit.  Of course Blanche was watching out for her, but that was usually at a distance.  That day Blanche couldn’t take a step, without tripping over her daughter.  She always was looking for the safe place under Mother’s belly.  But nevertheless she was incredibly curious and wanted to have a look at everything that happened in and around the exhibit.  My friend, who had brought the present, found out why Qannik now growled angrily.  She had new teeth and that made the little polar bear grumpy, as it does in children.

Eisbärin Blanche mit ihrer Tochter Qannik in der Monde Sauvage Safari in Aywaille Eisbärin Blanche mit ihrer Tochter Qannik in der Monde Sauvage Safari in Aywaille

Aber wir hatten eine Ablenkung dabei. Doch bevor Qannik und Blanche die bekommen konnten, mussten wir erst unseren Ansprechpartner finden. Der war gerade dabei den Rasen hinter der Tribüne zu mähen, wo die wirklich sehenswerten Flugshows der Monde Sauvage Safari stattfinden. So schauten wir uns ein bisschen bei den Greifvögeln um, bis wir unsere Mitbringsel dem Sohn des Besitzers präsentieren konnten. Der erzählte uns, dass er am Samstag die Eisbären mit einem blauen Kanister überrascht habe, dass dieses Spielzeug aber nur fünf Minuten überlebt habe. Dann hatte Blanche den Kanister platt geklopft. Qannik habe Fersengeld gegeben, als ihre Mutter ihr das Spielzeug habe bringen wollen. Er macht ein zweifelndes Gesicht, als wir ihm erzählten, dass Blanche unser Spielzeug ganz bestimmt nicht kaputt machen würde.

But we had some fun for her.  But before Qannik and Blanche could have it, we had to find our contact.  He was about to mow the lawn behind the bleachers where they staged a falconary and raptor show at the Monde Sauvage Safari Park.  So we spent some time looking at the birds of prey, until we could present our gift to the son of the owner.  He explained to us that on Saturday, he’d put a blue canister out for the polar bears, but it had only survived five minutes of play.  Then Blanche had pounded the canister flat.  Qannik had run away when her mother wanted to bring the toy back to her.  He looked doubtful when we told him that for sure Blanche wouldn’t be able to destroy our toy. 

Eisbärin Blanche mit ihrer Tochter Qannik in der Monde Sauvage Safari in Aywaille
Wir gingen zurück zu den Eisbären und warteten ungeduldig darauf, dass der Besitzer des Tierparks und sein Sohn auch dort ankamen. Qannik hatte Durst und Blanche als gute Mutter legte sich gegen die Mauer und ließ ihre Tochter Milch saugen. Endlich war es dann soweit, das orange farbige Crazy Egg wurde zunächst von den Menschen begutachtet. Man zeigte uns den zerstörten Kanister, immer noch skeptisch, ob das Ei wirklich stabil genug für einen Eisbären war. Blanche erkannte das Spielzeug von Vortag wieder und schaute sehr neugierig zu uns hinauf, was denn da jetzt wohl passieren würde. Als dann endlich unser Geschenk im Wasser des Beckens landete, sprang sie im hohen Bogen hinein, schnappte sich das Ei und versuchte natürlich zuerst es kaputt zu beißen. Als das nicht auf Anhieb gelang, wurde es aufs Land gebracht, ein paar Stufen nach oben transportiert und ein paar Mal kräftig gegen die Mauer geschupst. Aber wie versprochen es ging nicht kaputt.

We went back to the polar bears and waited impatiently for the Zoo owner and his son to arrive.  Qannik was thirsty, and like any good mother, Blanche settled herself against the wall, so her daughter could nurse.  We waited while the Crazy Egg was examined by the people.  They showed us the crushed canister, and were still skeptical that the Egg was really sturdy enough for a polar bear.  Blanched recognized the old toy and looked up at curiously to see what we’d brought her now.  When finally our present landed in the pool water, she leaped in a high arc, grabbed the Egg and naturally tried to break it by biting it.  As she wasn’t successful at the first push, she brought it out of the water and took it over and threw it against the wall a couple of times.  But as promised, it did not break. 

Eisbärin Blanche  in der Monde Sauvage Safari in Aywaille Eisbärin Blanche mit ihrer Tochter Qannik in der Monde Sauvage Safari in Aywaille

Qannik lief die ganze Zeit aufgeregt zwischen den Beinen ihrer Mutter herum und wollte das Ei auch sofort anschauen. Keine Spur von Angst vor dem neuen Spielzeug. Wir schauten von oben – mindestens so aufgeregt wie die Eisbären und genauso begeistert – zu. Es dauerte nicht lange, da hatte Qannik das Ei wieder ins Wasser bugsiert. Und dann ging der Spaß erst richtig los. Den restlichen Tag spielten die beiden die ganze Zeit mit dem orangefarbenen Ding, das man so schlecht packen konnte und das sich allen Zerstörungsversuchen widersetzte. Zwei „Eisbecher“, die als Sonntagsüberraschung für die Eisbärinnen gemacht worden waren, konnten Mutter und Kind nur kurz ablenken. Sie waren schnell in zwei Stücke zerbrochen und hatten keine Chance gegen das Ei. Es füllte sich nach und nach mit Wasser und wurde schwerer. Aber es versank nicht im Wasser, sondern kam immer wieder nach oben. Egal wie lange man es unter Wasser drückte. Blanche entwickelte eine besondere Taktik und dribbelte es wie einen Basketball unter Wasser. Qannik lief aufgeregt am Beckenrand hin und her und brummte ihre Mutter an. Sie wollte auch einmal spielen.

The whole time Qannik was dancing between her mother’s legs and wanted to have a look at the Egg.  She showed no fear of new toys.  We watched from above, at least as excited as the bears.  It wasn’t long before Qannik had pulled it back into the water.  Then the fun really began.  The rest of the day they played with the orange thing, that could be badly pounded and that bounced back from all attempts to destroy it.  Two big jars made of ice  had been prepared for the polar bears as a Sunday surprise, but mother and child only paid brief attention to them.  They were quickly broken in two pieces and hadn’t a hope against the Egg.  It gradually filled with water and became heavier.  But it still didn’t sink, and bobbed up each time.  Never mind how long Blanche pushed it under water. Blanche developed a special underwater tactic of dribbling it like a basketball.  Qannik ran back and forth beside the pool and fussed at her mother.  She wanted to play with it, too.

Eisbärin Blanche mit ihrer Tochter Qannik in der Monde Sauvage Safari in Aywaille

Und das durfte sie natürlich – im Becken und an Land. Mit der Zeit entwickelte sie eine Methode, das mit Wasser gefüllte Ei ihrer Mutter zu klauen und es an Land zu holen. Doch es war widerspenstig und rollte immer wieder ins Wasser zurück. Qannik hatte alle Tatzen voll zu tun, es festzuhalten. Dabei sah es manchmal so aus, als ob sie an der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen wollte. Mutter und Tochter hatten den ganzen Nachmittag viel Spaß und wir und viele andere Zoobesucher auch. Es fiel uns richtig schwer, uns von den beiden Eisbärinnen zu trennen, um uns die Flugshow anzuschauen.

And of course Blanche let her daughter play with the Egg, in and out of the pool.  With time, she developed the ability to steal the egg from her mother and drag it back out of the pool.  But it always rolled back into the water.  Qannik had her paws full, trying to hang onto it.  It sometimes looked like she was practicing for the Women’s World Cup.  Mother and daughter had fun the whole afternoon, as did we and many other zoo visitors.  We found it really hard to leave, when it came time for the raptor show. 

Eisbärin Qannik in der Monde Sauvage Safari in Aywaille Eisbärin Blanche mit ihrer Tochter Qannik in der Monde Sauvage Safari in Aywaille

Eisbärin Qannik in der Monde Sauvage Safari in Aywaille

Eisbären Blanche und Qannik in der Monde Sauvage Safari in Aywaille DSC_9176

Bevor wir danach zum Auto zurück gingen, blieben wir noch eine ganze Zeit bei den Eisbären stehen. Am Ende des Tage waren die beiden Heldinnen dann müde. Qannik bekam noch eine Milchmahlzeit und hätte danach gerne noch weitergespielt. Aber sie war einfach zu müde. Die Augen wurden ganz klein, sie rieb sich das Fell trocken. Immer mal wieder schaute sie nach, ob das orange farbige Ding, immer noch im Wasser schwamm. Für die Eisbären war es an der Zeit sich nach einem aufregenden Tag auszuruhen und für uns nach Hause zu fahren.

Before we went back to the car, we stayed a little longer to watch the polar bears.  At the end of the day, both heroines were tired.  Qannik had another chance to nurse and would have  liked to play on.  But she was too tired.  Her eyelids were heavy as she rubbed her fur dry.  But every once in a while, she had a little look to see that the orange thing was still in the water.  After an exciting day, it was time for the polar bears to rest and for us to go home. 

Eisbärin Blanche mit ihrer in der Monde Sauvage Safari in Aywaille

Mehr Bilder von dem Mamakind Qannik und dem Spiel der Eisbärinnen mit dem Crazy Egg im Wasser und an Land

More pictures of the mama’s girl Qannik and the polar bears playing with the Crazy Egg, both in the water and on land.


8 Antworten zu “Ein Geschenk für Qannik und Blanche

  1. Diane in Victoria

    Really sorry I didn’t get to see this.

  2. hallo ulli
    ich bin mehr als begeistert 🙂
    die bären haben ja soo einen spaß mit diesem „simpel ei “
    das ist richtig ansteckend 🙂 🙂


  3. Ein Crazy-Egg um 2 Eisbaeren gluecklich zu machen!
    Ich wuensche allen Eisbaern ein Crazy-Egg – eigentlich ist das nicht zu viel verlangt, oder?
    Liebe Ulli, das sind so schoene Fotos und ein so interessanter Bericht – danke, dass wir auf diese Weise am Glueck der beiden Baeren (und an euerem) teilhaben durften!
    Baerige Gruesse aus Kanada

  4. Hallo Ulli,

    hoffentlich wird die kleine Maus bald ihre Zahnschmerzen los.
    Da hat Knut auch arg drunter gelitten.
    Vielleicht hilft das Ei beim Schmerzen vergessen.

    Danke für den ausführlichen Bericht und die Fotos.

    Liebe Grüße ,


  5. Liebe Ulli!

    Vielen Dank für den tollen Bericht und die interessanten Fotos. Das mit dem Ei ist eine gute Idee, man kann sehen, wie die beiden sich darüber freuen.

    Liebe Grüße


  6. Hallo liebe Ulli,

    es ist immer wieder schön anzusehen, wenn große und kleine Eisbären soviel Spaß mit einem crazy egg haben. 🙂

    Mama Blanche und Tochter Qannik sind so hübsch. 🙂

    Danke für den tollen Bericht und Fotos.


  7. Hallo liebe Uli,

    schönes Geschenk, toller Bericht – klasse ! Was würde ich darum geben, es den Berliner Eisbären auch schenken zu dürfen…….naja, lassen wir das 😦
    Viele Grüße

  8. Liebe Uli,

    was für eine tolle Sache… da freu ich mich gleich noch mit! Das muss wirklich Spass gemacht haben, den beiden beim Spielen zuzusehen!

    Qannik ist eine hübsche kleine Bärin!

    Danke für den feinen Bericht!

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