A Lament for Winner – ein Lamento für Winner

Hi, I’m Diane, and I play a hidden role in Ulli’s website.  My first language is English, and I can muddle along in German.  With the help of several internet resources, I do the translations for this website.  This is the first article I’ve actually written for the website, and I’m writing because the enormous sadness I feel at Winner’s death. 

Hallo, ich bin Diane und ich habe eine versteckte Rolle auf Ulli’s Website. Meine Muttersprache ist Englisch und ich kann mich so durch deutsche Texte hindurchwurschteln. Mit der Hilfe von verschiedenen Internet Hilfsquellen, übersetze ich die Artikel dieser Website ins Englische. Dies ist der erste Artikel, den sich selber für diese Internetseite geschrieben habe und ich schreibe ihn, weil ich eine tiefe Trauer über den Tod Winners empfinde.

A Lament for Winner – ein Lamento für Winner

 

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Foto: Winner im Januar 2011 von  Duane Storey

Few of us were probably aware of Winner’s existence.  He was a polar bear born in Rotterdam sixteen years ago, and at the age of one and a half years, he was shipped off to a zoo in Chile.  Later he was moved to Buenos Aires.  He died there on Christmas day.  Why did he die?  As Hamlet puzzles, “That is the question.”

Nur wenige wussten von Winners Existenz. Er war ein Eisbär, geboren im Zoo von Amsterdam vor 16 Jahren, der im Alter von eineinhalb Jahren in einen Zoo in Chile befördert wurde. Später brachte man ihn nach Buenos Aires. Er starb dort an Weihnachten. Warum starb er?  Wie im Hamlet von Shakespeare: „Das ist hier die Frage.“

On Christmas Eve in Buenos Aires, it was mid-summer and the temperature was apparently hotter than most of us will ever experience, something like 44°C (111°F)   The bear was locked up for the night in what was referred to as “la jaula”, a word that can be translated in English as “cage” or “cell”.  The zoo in Buenos Aires is located in the city center and close to the waterfront.  Evidently it is customary there to celebrate Christmas Eve and New Year’s Eve there with a barrage of fireworks.  I found this comment from a visitor:  “We got a taste of how they do things in Buenos Aires, Argentina, for Christmas Eve. It sounded like a war zone …. The ‘show’ lasted over three hours.”  It was all too much for Winner.  He was found dead the next morning.  It’s highly unlikely there will be a replacement bear.  We all know why.

Der Heilige Abend in Buenos Aires liegt mitten im argentinischen Sommer und es war heißer, als es die Meisten von uns jemals erleben werden, so um die 44° C. Der Bär war für die Nacht eingesperrt in seinem Innengehege, das auf Spanisch „la  jaula“ genannt wird, ein Wort, das man auf Deutsch mit „Käfig“ übersetzten könnte. Der Zoo in Buenos Aires liegt im Zentrum der Stadt, in der Nähe des Meeres. Man feiert dort den Heiligen Abend und Silvester mit einem gigantischen Feuerwerk. Ich fand folgende Beschreibung von einem Besucher: „Wir bekamen einen Vorgeschmack davon, wie man in Buenos Aires in Argentinien die Dinge angeht am Heiligen Abend. Es hörte sich an wie ein Kriegsgebiet. … Die Show dauerte über drei Stunden.“ Es war zuviel für Winner.. Er wurde am nächsten Morgen tot aufgefunden. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es einen Ersatz für ihn in Buenos Aires gibt. Wir wissen alle warum.

Winner

Foto: Zoológico de Buenos Aires

The zoo issued a statement, mostly defending the facility where Winner lived and citing expert opinion on the issue.   It’s a pity that Winner can’t speak for himself.  One thing we know about him is that he reportedly didn’t like humans.  Can you wonder why?  My research suggests is that it was an old facility, with concrete everywhere and little or no natural terrain, and a smallish pool for his use during the daytime.  Think about it:  how would you like to be locked up in a cell in 44°C heat, with explosions happening for hours, all around you?  You cannot see what’s going on, and anyhow you don’t understand human beings well.  The whole scenario is scary as hell.  Winner worked himself into such a state, that his body, so stressed by the heat and agitation, could no longer sustain itself.  He died of hyperthermia.

Der Zoo veröffentlichte eine Erklärung, die in erster Linie die Anlage, in der Winner lebte verteidigte und Experten als Zeugen aufführte. Es ist schade, dass Winner nicht für sich selbst sprechen kann. Etwas das von ihm erzählt wird, ist dass er Menschen nicht mochte. Kann man sich darüber wundern, warum? Meine Recherchen lassen vermuten, dass es eine alte Anlage war mit Beton überall und nur wenig oder keinem natürlichen Boden und einem kleineren Wasserbecken, dass er über Tag nutzen konnte. Stellen sie sich vor: wie würden sie sich fühlen, eingesperrt in einem Raum bei 44° C, mit stundenlangen Explosionen um sie herum. Sie können nichts sehen und sie verstehen diese Menschen sowieso nicht gut. Das ganze Szenario ist erschreckend. Winner brachte sich selbst in einen Zustand, dass sein Körper – gestresst durch die Hitze und die Aufregung – sich nicht mehr selbst regulieren konnte. Er starb an Hyperthermie.

There have been many articles, both in Spanish- and English- language publications, assigning blame.  Perhaps the most outrageous are those who cite the animal’s “nervous disposition”, implying that he was somehow responsible for his own death.  I guess they wanted him to learn to “chill out”.  And then there are the people who love animals or hate zoos and are using Winner as a poster-child for their own causes.  I’m sure all that has its place, but at the heart of the matter lies human guilt.  Nervous or not, Winner had the right to be the polar bear he was.  He should have been housed in an environment that respected his needs, mostly in terms of space and temperature control.  And zookeepers, reportedly dedicated to the animal, should have foreseen his overreaction to the extreme situation on Christmas Eve.  Why was there not someone on duty to see what was happening?

Es gab viele Artikel in Englisch und Spanisch, die Schuld abstritten. Vielleicht die am meisten empörenden waren die, die die „nervöse Disposition“ Winners herausstellten, und damit andeuteten, dass er irgendwie selber schuld an seinem Tod war. Ich vermute, sie wollten, dass er lernte zu „relaxen“. Und dann gibt es da Leute, die Tiere lieben oder Zoos hassen, die Winner als ein Aushängeschild für ihre eigene Sache benutzen. Ich bin sicher alles das ist irgendwie richtig, aber im Kern dieser Geschichte liegt die Schuld der Menschen. Nervös oder nicht, Winner hatte das Recht der Eisbär zu sein, der er war. Man hätte ihn in einer Umgebung halten sollen, die seinen Bedürfnissen Rechnung trug, besonders im Bezug auf den Platz und die Temperatur Kontrolle. Und seine Tierpfleger, die laut den Veröffentlichungen ihren Schützling zugeneigt waren, hätten seine Überreaktion in der extremen Situation am Heiligen Abend vorhersehen müssen.  Warum war hatte niemand Dienst, um zu sehen, was passierte?

Beyond all this, there is the truth that people who keep animals in captivity are responsible for the well-being of the animals.  The person or persons responsible in this situation effectively let Winner down.  They can make all the excuses they want and pontificate on all kinds of irrelevant issues, but for me it’s a case of mea culpa.  If they let him down, so did we all.  I can only hope that his life was not in vein, but that we dim-witted humans learn from the situation and give his pathetic death some meaning.

Jenseits von all diesem, es ist eine Tatsache, dass Menschen, die Tiere in Gefangenschaft halten, verantwortlich sind für das Wohlergehen der Tiere. Die Person oder die Personen, die für Winner in dieser Situation verantwortlich waren, haben ihn im Stich gelassen. Sie können all diese Entschuldigungen finden, die sie wollen, und alle möglichen irrelevanten Fakten dozieren, aber für mich ist es ein Fall von „mea culpa“. Wenn sie ihn im Stich gelassen haben, dann auch wir alle. Ich kann nur hoffen, dass sein Leben nicht umsonst war, vielleicht können wir begriffsstutzigen Menschen etwas aus der Situation lernen und seinem mitleiderregenden Tod eine Bedeutung geben.

http://www.lanacion.com.ar/1540378-murio-winner-el-ultimo-oso-polar-del-zoo
http://www.clarin.com/sociedad/Winner-reavivo-polemica-zoologicos_0_836316481.html
http://www.clarin.com/buena-vida/vida-eco/Winner_0_836316556.html
http://www.pagina12.com.ar/diario/sociedad/3-210669-2012-12-27.html
http://www.infobae.com/notas/688402-Murio-Winner-el-ultimo-oso-polar-que-quedaba-en-el-zoo-porteno.html
http://www.minutouno.com/notas/272707-exigen-el-cierre-del-zoo-la-muerte-del-oso-polar
http://www.clarin.com/sociedad/cuidadores-oso-Winner-agresivo-hiperquinetico_0_836916393.html
http://www.lanacion.com.ar/1540708-el-zoo-no-traera-otro-oso-polar-para-reemplazar-a-winner
http://www.cronica.com.ar/diario/2012/12/26/39556-tras-la-muerte-de-winner-dicen-que-el-zoo-se-cae-a-pedazos.html

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8 Antworten zu “A Lament for Winner – ein Lamento für Winner

  1. Pingback: Mendoza: Gesundheitscheck für Arthur für einen möglichen Umzug nach Kanada | Eisbären im Zoo - Polar Bears in Zoos

  2. hallo,
    den tod von winner sollte man sich für immer in sein gedächnis abspeichern,sein tod war vermeidbar,er war ja nicht krank .
    und das zwischen liebevoller pflege und den grundbedürfnissen eines eisbären,welten liegen können.
    wenn aber eine solche eisbäranlage die internationalen vorschriften für eisbärhaltungen erfüllt,wer hat denn da die größte schuld an winners tod.
    ja,man kann die,die gegen eisbären in zoos sind sogar irgendwie verstehen,wenn man das alles liest.

    ich möchte das die internationalen vorschriften für eisbärgehegen in ländern mit heißen klima ganz schnell verschärft werden,und wer sich dann finanziell keine bären mehr halten kann, muß die eisbärhaltung aufgeben.
    ein zooeisbär muß für mich immer am richtigen ort sein,egal wie seine charaktereigenschaften sind, josefa und botja haben einfach mit ihren mehr glück gehabt.
    eisbärhaltung sollte aber kein glücksspiel sein.

    irgendwie haben wir alle eine verantwortung als zoogänger,pfleger,internationale vorschriftenmacher und auch die abgabe-zoos stehen in einer gewissen pflicht .
    ich möchte mir gar nicht vorstellen wie winner, die er die jahre davor in seiner höhle weihnachten verbracht hat 😦

  3. Liebe Ulli, ich wüsste gerne, wie kann ich persönlich helfen?
    Durch Spenden oder unterschreiben von Petitionen?
    Ich danke Diane und euch für das Lamento auf den Eisbären Winner, der leider kein Winner war:(

    Liebe Grüße
    Brigitte

  4. Auch ich bin seeehr traurig!
    Ruhe in Frieden,lieber Winner.

    Brigitte

  5. Diese unendlich traurige Geschichte hat mich zutiefst berührt. Ich stimme dir zu Ulli, und es ist gut, dass auf so verborgene Schicksale aufmerksam gemacht wird! Wir sind nicht nur in der Pflicht für Polarbären in der Wildnis; wir müssen uns auch um das Schicksal von Polarbären in den Zoos kümmern. Denn – so leid es mir tut- es gibt offenbar Zoodirektionen, die ihre Pflicht für den Schutz und das Wohlergehen der ihnen anvertrauten Tiere nicht ernst genug nehmen! Diese müssen wir an ihre Pflicht erinnern!
    Und DAS GILT NICHT NUR FÜR EISBÄREN!^!!!
    Traurige Grüße
    Heidi aus Erlangen

  6. Liebe Diane, liebe Ulli,
    das Schicksal Winners hat mich sehr berührt und tieftraurig gemacht.
    Meine Gedanken zu diesem traurigen Anlass entsprechen in vollem Umfang denen von Ulli. Ich mag mich an keinerlei Schuldzuweisung beteiligen, da ich zu wenig Tatsachen dazu kenne, außer denen, die man der Presse entnehmen konnte – und Schuldzuweisungen bringen Winner nicht zurück ins Leben. Auch ich hoffe, dass Winner’s sehr trauriges Schicksal Verantwortliche zum Umdenken und richtigem Handeln zwingt. Die Verantwortung für ein Tier endet nicht mit der Abgabe an eine andere Einrichtung. Tröstlich zu wissen ist es, dass es auch Zooverantwortliche gibt, die eben diese Verantwortung ausgesprochen ernst nehmen und denen das Wohlergehen ihrer „Schützlinge“ auch über die Abgabe hinaus sehr am Herzen liegt. Dies sollte eigentlich für ALLE selbstverständlich sein.
    Traurige Grüße,
    caren

  7. Dear Diane,

    I share your grief for the tragic death of Winner, and I also understand your feeling of indignation which brought the end of life of Winner. However, all these emotions set aside, I suspect something might be incorrect with the cause of Winner’s death, because I have never heard before that a polar bear dies of hyperthermia. Of course I am not meaning to say that, since polar bears in captivity can live with relatively high temperature, and no special air-conditioning is indispensable. As Ulli mentioned, Josefa and Botja lived up to ripe old age, and this means the zoo staffs took a good care of the polar bears, at least of Josefa and Botja in Buenos Aires.

    Anyway, I do hope every zoo (especially in the tropical areas) should check once again the living conditions of polar bears, and things like this never happen again.

    Best Regards,

  8. Ich teile Dianes Trauer über den vermeidbaren frühen Tod von Winner. Jeder Tod eines Lebewesens, den man mit genügend Vorsorge hätte verhindern können, ist eine Tatsache, die mich traurig und verärgert macht. Und ich teile auch ihre Auffassung, dass man, wenn man Tiere hält – egal, ob im Zoo, auf einem Bauernhof oder zuhause – man die Verantwortung für diese Tiere übernimmt und man ihren Bedürfnissen gerecht werden muss. Eisbären in Ländern mit hohen Temperaturen zu halten, erfordert klimatisierte Räume und eine Kühlung des Wassers im Schwimmbecken. Wenn man dies nicht finanzieren kann, sollte man auf die Haltung von Eisbären verzichten.
    Heute würde wohl kaum ein europäischer Zoo, bestimmt keiner in den Niederlanden oder in Deutschland, einen Eisbären nach Chile schicken. Und das ist auch richtig so.
    Ich hoffe man zieht in den südamerikanischen Zoos die richtigen Schlüsse aus dem Tod Winners und sorgt zumindest für Klimaanlagen in den Innengehegen dort, wo sie noch fehlen.
    Aber ich will auch deutlich machen, dass ich vor Winners Tod nicht den Eindruck hatte, dass man in Buenos Aires sich nicht gut, um die Eisbären kümmerte. Es wurde von zahlreichen Aktionen berichtet, bei denen die Eisbären beschäftigt wurden und Josefa und Botja haben ein hohes Alter erreicht. Was dafür spricht, dass man sich gut um sie gekümmert hat. Die Anlage in Buenos Aires ist sicher nach heutigen Erkenntnissen zu klein und zu wenig strukturiert, macht aber, soweit man dies aufgrund von Fotos und Videos beurteilen kann, einen besseren Eindruck, als z. B. die Anlage in Santiago di Chile.
    Ich hatte im Gegensatz zu Diane, nach dem Lesen der Veröffentlichung des Zoológico de Buenos Aires zu Winners Tod, durchaus den Eindruck, dass man sich seiner Schuld an dem Tod des Eisbären bewusst ist. Ich sehe in der Beschreibung der Nervosität von Winner nicht den Versuch dem Tier die Schuld zuzuschieben. Doch auch ich frage mich, warum man nicht Vorkehrungen getroffen hat, das Tier in der Nacht zu überwachen, wenn man wusste, dass er besonders heftig auf Feuerwerkslärm reagierte.
    Doch all das macht Winner nicht wieder lebendig. Man könnte seinem Tod einen Sinn geben, in dem man sich, anstatt die Schließung oder den Abstransport von Eisbären zu fordern, sich darum bemüht, dass die anderen Eisbären in Süd- und Mittelamerika dort Verbesserungen ihrer Haltungsbedingungen erfahren, wo es nötig ist. Ich denke auch in Rotterdam sollte man sich Gedanken machen, wie es jetzt Taco in Santiago geht und ob man nicht dem Zoo dort helfen sollte, wenn dieser Unterstützung benötigt. Die Verantwortung für ein Tier endet nicht damit, dass man es an einen anderen Zoo abgibt.
    Ulli

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