San Diego, Pittsburgh, Chicago: Neue Versuche – neue Hoffnung – neue Zuversicht.

Chicago, Pittsburgh, San Diego, 9. März 2017

In den letzten Wochen sind in den USA zwei weitere Eisbärinnen  umgezogen. Bereits am 26. Februar wurde Snowflake aus der Sea World San Diego in den Pittsburgh Zoo gebracht. Ein Transport, der im Vorfeld für einigen Wirbel gesorgt hatte.

Foto: Sea World, San Diego

Die 21 Jahre alte Eisbärin soll im Pittsburgh Zoo von dem Eisbären Koda gedeckt werden und dann in einigen Monaten wieder nach San Diego zurückkehren. Die beiden kennen sich schon. Bereits 2014 war Snowflake, damals zusammen mit der zweiten Eisbärin des San Diego Sea World, Szenja, mit Koda zusammen gebracht worden, doch der erhoffte Nachwuchs hatte sich nicht eingestellt. Auch eine künstliche Befruchtung im Jahr 2015, die mit Unterstützung der Reproduktionswissenschaftler des Center for Conservation and Research of Endangered Wildlife (CREW) des Cincinnati Zoos durchgeführt wurde, war nicht erfolgreich.

Szenja wird diesmal in San Diego bleiben und das ist einer der Gründe, die zu Protesten führten. Eine Online Petition, die über 45.000 Unterschriften erhielt, forderte den Tierpark auf Szenja und Snowflake nicht zu trennen, die seit 20 Jahren zusammen in der Sea World lebten. Doch der Tierpark hat sich weder durch diese Petition noch durch Einwürfen von PETA, die natürlich ebenfalls Gründe gegen die Zucht von Eisbären vorbrachten, von seinem Vorhaben abbringen lassen.

Szenja (vorne) und Snowflake in der San Diego Sea World von Molly Merrow

In einer Pressemitteilung informierte Sea World San Diego am 6. März 2017: „Snowflake, eine unserer Eisbären, wurde am vergangenen Sonntag (26. Februar) in den Pittsburgh Zoo & PPG Aquarium für einen Zuchtbesuch mit einem männlichen Eisbären namens Koda transportiert. Der Transport verlief ohne Probleme und Snowflake hat sich schnell in dem Gehege in Pittsburgh eingewöhnt. Diese Zuchtanstrengung ist Teil des Species Survival Plan (SSP) der Association of Zoos and Aquariums (AZA). Das SSP ist ein Programm, das 1981 von der AZA entwickelt wurde, um das Überleben ausgewählter Arten in Zoos und Aquarien zu gewährleisten, von denen die meisten in der Wildnis bedroht oder gefährdet sind. Die Eisbärenpopulation in der Wildnis schwindet weiter, und seit 2008 wird der Eisbär von der US Fish & Wildlife Service auf der Liste der bedrohten Arten als „bedroht“ aufgeführt. Mit dieser Maßnahme zur Zucht von Eisbären stehen SeaWorld und der Pittsburgh Zoo in der ersten Reihe des Artenschutzes und der Bildung, und zeigen außerdem unser Engagement, gefährdete Tierarten zu bewahren. SeaWorld und andere Zoos, Aquarien und Marine Parks arbeiten routinemäßig zusammen, um sicherzustellen, dass Tierpopulationen in ihrer Obhut angemessen gemanagt, genetisch vielfältig und bestanderhaltend sind. Das Wissen, das aus solchen Zuchtbesuchen gewonnen wird, wird nicht nur die Fähigkeit, zoologische Eisbärenpopulationen genetisch variabel zu erhalten, voranbringen, sondern auch Forschern, Wissenschaftlern und Tierärzten helfen, mehr darüber zu erfahren, wie man Eisbären in der Wildnis rettet. In den vergangenen vier Jahren haben unsere Eisbären, Snowflake und Szenja, den Pittsburgh Zoo für die Zucht besucht. Obwohl aus diesen früheren Besuchen keine Trächtigkeiten resultierten, sind wir zuversichtlich, dass dieser Besuch zu einer Schwangerschaft führen wird und wir werden alles tun, was wir können, um für das Überleben dieser bedeutenden Art zu gewährleisten. …

Während Snowflake in Pittsburgh ist, wird Szenja weiterhin in ihrer Wild Arctic Anlage auf SeaWorld leben, wo sie weiterhin von ihrem engagierten und leidenschaftlichen Tierpflege-Team umsorgt und beschäftigt wird. Eisbären sind in freier Wildbahn in der Regel solitär lebende Tiere. „

Foto: Koda von Andrew King

Einer der Gründe für die erneute Hoffnung auf Eisbärennachwuchs ist die Tatsache, dass Koda, der 12 Jahre alt ist, diesmal seine ganze Aufmerksamkeit Snowflake widmen kann. Denn Anfang März ist die Eisbärin des Pittsburgh Zoos, die 17 Jahre alte Kobe, in den Lincoln Park Zoo umgezogen. Dort soll sie in der nahen Zukunft auf Siku treffen, der sieben Jahre alt ist. Auch hier erhofft man sich Nachwuchs, der sich in den letzten Jahren in Pittsburgh nicht eingestellt hat.

Foto: Kobe von Andrew King

Kobe ist gerade dabei, sich vorsichtig in ihrem neuen Zuhause umzusehen. Es wird noch ein bisschen dauern, bis sie ihren neuen Lover trifft.

Quellen – Sources:

http://www.nbcsandiego.com/news/local/Petition-Asks-Sea-World-San-Diego-to-Not-Separate-Polar-Bear-Friends-415344823.html

http://www.chicagotribune.com/entertainment/museums/ct-polar-bear-lincoln-park-zoo-20170309-column.html

http://www.sandiegouniontribune.com/business/tourism/sd-fi-snowflake-bear-20170202-story.html

https://seaworldcares.com/en/2017/01/SeaWorld-Makes-Important-Step-in-Polar-Bear-Conservation/

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Eine Antwort zu “San Diego, Pittsburgh, Chicago: Neue Versuche – neue Hoffnung – neue Zuversicht.

  1. Ich bin ja gespannt…..
    Auf alle Fälle habe ich dadurch ein neues Wort gelernt:
    “ Zuchtbesuch „. 🙂

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