Moskau: Geschichte einer Rettung

Moskau, 12. Oktober 2017

Anfang September wurde ein junger Eisbär im Srednekolymskom-Gebiet der Republik Sacha (Jakutien) gesichtet. Er stromerte seit über einen Monat um menschliche Siedlungen herum, wurde von den Einwohnern gefüttert, fraß Fisch und spielte mit lokalen Hunden. Anscheinend wurde der Bär von seiner Mutter getrennt oder hatte sie verloren. Möglich war auch, das die Mutter von Wilderern getötet wurde.

Foto: Facebookseite des Zoos

Nach Einschätzung von herbeigerufenen Experten war der Bär noch kein Jahr alt. Junge Eisbären bleiben in der Regel zwei Jahre bei ihrer Mutter und lernen in dieser Zeit von der Mutter alles was sie für das überleben wissen müssen. Dieses Wissen fehlt einem Jungtier ohne Mutter. Er würde in alleine in der Wildnis wahrscheinlich sterben müssen.

Die erste Reaktion der Behörden von Jakutien war, die kleine Bärin auf der „Bäreninsel“ anzusiedeln. Dies wurde aber verworfen, da man befürchtete das sie nicht überlebensfähig wäre, sagte die Ministerin für Naturschutz Jakutiens Yakutia Sahamin Afanasiev.

Als die Nachricht über den gesichteten Eisbären in Moskau ankam wurden die Behörden eingeschaltet, um die Genehmigung einzuholen, den Bär in einen Zoo zu überführen. Der Moskauer Zoo erklärte sich bereit den Bären aufzunehmen. Es ist nicht der erste Bär, der aus der Wildnis in den Moskauer Zoo aufgenommen wurde. Erst im letzten Jahr wurde Nick dem Zoo übergeben, der ohne seine Mutter in der Wildnis nicht überlebt hätte.

Es stellte sich heraus das der Bär ein Weibchen war und geschätzte 11 Monate alt war. Das Gewicht betrug ca. 85 Kilogramm. Das Tier ist in einem sehr guten Zustand, sympathisch und neugierig, Vor Menschen hat sie keine Angst. Nach Aufnahme der Gegebenheiten vor Ort und der Erkenntnis, dass das Jungtier alleine nicht überlebensfähig ist, erteilte die staatliche Behörde die Genehmigung das Jungtier aus der Wildnis zu nehmen.. Es war geplant den Bären von der russischen Luftwaffe mit einer Antonow 26 zuerst nach Jakutsk und dann nach Moskau zu bringen. So war die eigentliche Planung, aber es sollte anders werden.

Foto: Facebookseite des Zoos

Der Straßentransport war aufgrund der schlechten Wetterbedingungen schwierig und dauerte viel länger als geplant. Der Transport nach Jakutsk wurde von einem Tierarzt aus dem Zoo Jakutsk und einem Vertreter der Republik Jakutien begleitet. In Jakutsk wurden sie von zwei Experten aus dem Moskauer Zoo und der russischen Luftwaffe in Empfang genommen. Nach einem Tankstop in Omsk setzte starker Schneefall ein und der Weiterflug musste verschoben werden. Nach dem Start wurde dann der Flug von Moskau wegen schlechtem Wetter nach Twer umgeleitet werden. Endlich traf die junge Bärin dann in Volokolamsk ein. Während der gesamten Reise hat die junge Bärin aktiv, hat auch gegessen und getrunken.

Foto: Facebookseite des Zoos

„Die russische Förderation ist bereit die Schirmherrschaft für die junge Bärin zu übernehmen und wird sie bald besuchen“, sagte der Sekretär des Moskauer Büros der United Russia Party Andre
“ der Metropolitan des Vereinigten Russland “ ist bereit, die Schirmherrschaft über den Teddy zu übernehmen und bald das Baby zu besuchen “ j Metelskij.

Der Moskauer Zoo startete einen Namenswettbewerb für die junge Bärin. Mehr als 250 „Namensgeber“ nahmen daran teil, obwohl Umka der Favorit bei den Einsendern war, wurde beschlossen der Bärin einen Doppelnamen zu geben. UMKA-AYAN, wobei Ayan „lange Straße“ bedeutet.

Foto: Facebookseite des Zoos

 

Quellen:

https://www.tvc.ru/news/show/id/125139

facebookseite des Moskauer Zoos.

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3 Antworten zu “Moskau: Geschichte einer Rettung

  1. Das ist schön.
    Prima, das man der kleinen Bärin helfen konnte.

    Bild 143884a_01

  2. Alles Liebe und Gute für dich,kleines Bärenmädchen!
    Wirsts fein haben bei den Menschen.

    LG Brigitte.

  3. Wie schön, dass die Bärin untergekommen ist. In der Wildnis hätte sie sicher nicht lange überlebt. Alles Gute, kleine Umka-Ayan
    LG Elke

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