Eisbärenbesuche – Zoo de Mulhouse: Es gibt was zu futtern für Tina, Vicks, Sesi und Nanuq

30.  September 2017
Wer genau aufgepasst hat, dem wird aufgefallen sein, dass eine Eisbärin aus dem Zoo Mulhouse in meinem letzten Bericht fehlte. Aber natürlich haben wir uns erst von den Eisbären des Zoos im Elsass verabschiedet, nachdem wir auch die alte Dame Tina gesehen hatten. Sie kam, wie wir es gehofft hatten, aus ihrem „Schlafzimmer“ heraus, als es etwas zu futtern gab.

Nanuq und Sesi hatten ihren Ruheplatz irgendwann im Laufe des Tages von drinnen nach draußen verlegt. Eisbären können ja auch prima hinter einem Baumstamm an der frischen Luft chillen, ohne dass die neugierigen Blicke der Zoobesucher sie beobachten können. Ab und zu kann man dann den Kopf über den Stamm lugen lassen, sozusagen als Appetithappen für die Menschen, die den Eisbär so gerne sehen wollen. 😉

Nanuq ist schon eine kleine Meisterin in dieser Diziplin. Da muss der Besucher geduldig sein. Doch dann wurde es der jungen Eisbärin zu langweilig. Sie stand auf, reckte und streckte sich und forderte ihre Mutter lautstark auf, es ihr gleich zu tun. Mama Sesi gehorchte, wenn auch nicht sofort.

Vielleicht wussten die beiden, dass es bald Zeit für die Fütterung war, vielleicht meinte Nanuq, ihre Mutter sollte sich doch bitte bereit finden sie zu säugen. Sie brüllte herum, aber Sesi ignorierte die Quengeleien ihr Tochter. Seite an Seite spazierten sie den Hang herunter.

Unten angekommen strebte Sesi zielstrebig den Pool an. Beide Eisbärinnen hätten ein Bad nötig gehabt, aber Nanuq ließ sich von ihrer Mutter einfach nicht in den Pool locken, obwohl die sich alle Mühe gab.

Erst kommt Nanuq …

Als eine Gruppe von Kindern, die an einer Führung durch den Zoo teilnahmen, auf der Besucherplattform am Eisbärengehege auftauchten, war das für die beiden Eisbärinnen ein Zeichen, dass es jetzt wohl etwas zu futtern für sie geben würde. Nanuq stellte sich schon einmal vorsorglich in Startposition unter der Plattform auf und Sesi sprintete aus dem Wasserbecken zu ihrer Tochter. Doch sie wurden erst einmal enttäuscht. Es war noch zu früh. Die Kindergruppe schauten den beiden eine Zeit zu und zog dann wieder ab. Kein Tiepfleger mit dem Imbiss in Sicht.

… dann die Mama fix hinterher.

Eine ganze Zeit später, als dann endlich die Tierpfleger mit den Futtereimer bei den Eisbären ankamen, waren auch zuerst einmal Vicks und Tina nebenan an der Reihe. Sesi hatte das wohl auch so erwartet, denn sie hatte zwischen durch am Zaun, der die beiden Gehege trennt immer wieder nachgeschaut, ob dort etwas passierte.

Zeit für ein Bad – meint Sesi. Nö – meint Nanuq.

Vicks war schon im Wasser und verspeiste Fisch, Melone und Salat, der ihm offeriert wurde, als dann endlich auch Tina den Rufen ihres Personals folgte, und auf der Szene erschien.

Sie platzierte sich so, dass die kleine Felseninsel im großen Wasserbecken sie und Vicks trennte. Sicher ist sicher! Aber den Salat ließ sich die alte Dame nicht von Vicks stibitzen. Deutlich machte sie ihrem jungen Gefährten klar, dass ihr ein großer Teil des Futters zustand. Und Vicks gehorchte ganz Gentlebär. Es gab ja genug für beide.

Für uns war diese Fütterung eine ziemlich anstrengende Angelegenheit, von oben auf der Plattform hinunter zum Fenster am zweiten Gehege, damit wir Tina und Vicks genau zusehen und fotografieren konnten, wieder hinauf zur Plattform, um bloß keine Verrenkung von Nanuq zu verpassen. So bleibt auch der Zoobesucher fit.

Tina und Vicks haben Hunger

Nanuq rollt den Hügel hinunter.

Vicks belohnte uns für unsere Anstrengungen mit einem besonders freundlichen Blick am Beckenrand, genau an der richtigen Stelle für ein Foto. Ganz klar ein echter Star, der weiß, was er seinen Fans schuldig ist.

Tina, die wirklich prima aussieht, versuchte einen Reiher, der sich ebenfalls am Fisch bedienen wollte, zu erwischen. Doch, obwohl sie sich unter Wasser vorsichtig an den Räuber heranschlich, war der auf der Hut und ergriff rechtzeitig die Flucht.

Für Tina schien, dass das Zeichen zu sein, dass die Vorstellung für heute beendet war. Sie kletterte aus dem Wasser und verzog sich wieder nach drinnen. Wir sagten den Eisbären „Tschüss“ und nahmen uns vor, sie bald wieder zu besuchen.

Vicks der Star und Tina sagt „Tschüss“

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Eine Antwort zu “Eisbärenbesuche – Zoo de Mulhouse: Es gibt was zu futtern für Tina, Vicks, Sesi und Nanuq

  1. Wunderbar 🙂
    Danke für den Bericht 🙂

    P1330250_159

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