Emmen

Im Jahr 1937 wurde die Eisbärenanlage eröffnet, die von Herrn B. Gewald entworfen wurden. Sie entsprach weitgehend dem Vorbild der Hagenbeckanlage in Hamburg Stellingen und erhielt den Namen „Eispalast“, da auch Eisflächen und Eiszapfen nachgebildet wurden.

In 1937, the first polar bear exhibit, designed by Mr. B. Gewald, was opened.  It was broadly modeled on the Hagenbeck exhibit in the Hamburg area of Stellingen and was name “The Ice Palace”.  Even ice and icicles were been recreated.

Ende April 1937 kamen vier Eisbären aus Norwegen und Russland in Emmen an, um die neue Anlage zu bevölkern. Die Geschlechter und der weitere Verbleib dieser Bären sind nicht mehr bekannt. Es kann angenommen werden, dass diese Bären den Krieg nicht überlebt haben, denn im November 1949 kamen wieder zwei Bären nach Emmen. Auch hier kann der Verbleib nicht nachvollzogen werden.

At the end of April 1937, four polar bears from Norway and Russia arrived in Emmen, to take up residence in the new enclosure.  Nothing else of the gender and history of these bears is known.  It can be assumed that these bears did not survive the War, since in November 1949, two new bears came to Emmen.  Again, their backgrounds are not known.

Oben links das Eisbärengehege. Vermutlich aus den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Im Juni 1953 kamen ein Männchen und drei Weibchen nach Emmen. Die Herkunft ist dieser Bären ist unbekannt.

In June 1953, one male and three females arrived in Emmen.  It is not known where they came from.

Mit der Ankunft dieser Bären beginnt eine recht erfolgreiche Zucht im „Norder Dierenpark Emmen“. Im Jahr 1959 wurden insgesamt vier Jungtiere geboren und im Jahr 1964 zwei Jungtiere.

With their arrival, quite a successful breeding program was begun at the “Noorder Dierenpark” in Emmen.  In 1959, a total of four cubs were born, and in 1964, two further cubs were born.

Erschienen am 04.01.1965 im Hamburger Abendblatt

Ein Jungtier wurde am 14.11.1964 geboren. Es verblieb bis zum März 1966 in Emmen und wurde dann abgegeben. Am 15.12.1964 wurde das Weibchen Elisabeth geboren. Elisabeth verblieb bis zum Juni 1965 in Emmen und wurde dann nach Tilburg abgegeben. Einer der beiden Jungtiere wurde nicht von der Mutter angenommen und die Tierpfleger gaben ihr eine „Ersatzmutter“. Eine kleine Hündin übernahm den „Ammendienst“. Diese ungewöhnliche Konstellation sorgte in der damaligen Zeit in den Medien für viel Aufsehen.

A cub was born on November 14, 1964.  It stayed in Emmen until March 1966 and was then moved.  On December 15, 1964, the female Elizabeth was born.  She remained in Emmen until June 1965 and was then moved to Tilburg, also in the Netherlands.  One of these two cubs was not accepted by its mother, and the keepers gave her a “surrogate mother”.  The little female was wet-nursed.  At the time, this unusual arrangement made quite a stir in the media. 

Am 15. Dezember 1971 wurde ein Männchen geboren, das aber den ersten Lebensmonat nicht überlebte.

On December 1971, a little male was born, but he didn’t survive the first month of life.

Im Dezember 1972 wurde IJdelheid geboren, ein Weibchen, und handaufgezogen, das im November 1973 in den Zoo der japanischen Stadt Osaka umzog. Dort verstarb IJdelheid aber schon im Jahr 1974.

In December 1972, the female IJelheid, was born.  She was hand-raised and in November 1973, moved to the zoo in Osaka, Japan.  There IJelheid died in 1974.

Im Dezember 1973 bekam dieselbe Mutter wieder Nachwuchs. Diesmal Drillinge, zwei Weibchen und ein männliches Jungtier. Sie wurden IJsbrecht, IJbeltje und das Männchen IJsbrand getauft. IJsbrand verstarb Anfang 1974. Die beiden weiblichen Jungtiere zogen im Juli 1975 nach Budapest um und lebten dort unter dem Namen Sonja und Barbara. Sonja verstarb 1983 und Barbara 1991.

In December 1973, the same mother gave birth again.  This time, it was triplets, two females and a male.  The females were named IJsbrecht and IJbeltje and the male was called IJsbrand.  IJsbrand died early in 1974, and the two female cubs were moved to Budapest in July 1975, where they lived under the names of Sonja and Barbara.  They died in 1983 and 1991, respectively.

1976 gab es wieder drei Geburten. Zwei konnten einem Muttertier nicht zugeordnet werden. Das dritte Jungtier, ein Weibchen namens Izzy, geboren am 15. Dezember, wurde von der Mutter der Drillinge aus dem Jahr 1973 geboren. Izzy zog im Juni 1977 in den Tierpark Berlin um. Aufgrund des Abgabealters wird es eine Handaufzucht gewesen sein. In Berlin lebte Izzy unter dem Namen Polara bis in den Januar 1978 und wurde dann an einen Tierhändler abgegeben. Leider gibt es keine Informationen über das weitere Leben von Polara.

In 1976, there were three more births. The mothers of two of them could not be determined.  The third cub, a female called Izzy born on December 15, was born from the mother of the 1973 triplets.  Izzy was moved to the Berlin Zoo in June 1977.  Because of her age at the time of the move, she must have been hand-raised.  In Berlin, Izzy lived under the name “Polara” until January 1978 and then was given to an animal dealer.  Sadly there is no further information about the life of Polara.

Im Jahr 1979 gab es die letzte Eisbärengeburt in Emmen. Ein Weibchen verstarb im Juni 1978. Das Männchen verstarb am 3. März 1982. Die zwei verbleibenden, hochbetagten Weibchen wurden am 9. März 1983 in das italienische Serranova verschickt. Mit diesem Datum endet die Eisbärenhaltung in Emmen. Der Gedanke an eine erneute Eisbärenhaltung wurde aber bis heute nicht aufgegeben.

In 1979 the last polar bear birth occurred in Emmen.  One female died in June 1978.  The male died on March 3, 1982.  The other two elderly females were sent on March 9, 1983 to Serranova in Italy.  However, all hopes of a new polar bear breeding program have still not been abandoned. 

Am 10. Juni 2015 kamen die ersten Eisbären wieder in den Zoo Emmen. Die Bärinnen Lale aus Bremerhaven und Noordje aus Mierlo zogen in Emmen ein.

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