Saint-Félicien: Eisstau verursacht Schäden von einer Mio. CAD

Saint-Félicien, 22. März 2012

Der Zoo Sauvage de Saint-Félicien liegt auf der Île-aux-Bernard. Am Mittwoch, den 21. März 2012, hatte sich etwa zwei Kilometer oberhalb der Insel auf dem Rivière aux Saumons ein Eisstau gebildet, der dazu führte, dass große Mengen von Eis auf die Île-aux-Bernard getrieben wurden. Für 22 Tiere, die rund um den Bauernhof des Tierparks lebten, bedeuteten diese Eismassen den Tod: zwei Esel, zwei Chinchillas, zehn Kaninchen und acht Hühner. Es ist dem Einsatz der Mitarbeiter des Zoos zu verdanken, dass rund ein Dutzend Tiere gerettet werden konnten, darunter ein Lama und die übrigen Esel. Das gesamte Areal rund um den Bauernhof ist zerstört. Insgesamt entstand ein Schaden von rund einer Million Kanadischer Dollar (760.000 Euro).

The Zoo Sauvage at Saint-Félicien lies on the Ile-aux-Bernard.  On Wednesday, March 21, 2012, an ice jam occurred about two miles above the island on the Rivière aux saumons, which means that large quantities of ice were driven onto the Ile-aux-Bernard.  For 22 animals who lived in farms around the zoo, the ice sheets meant death:  two donkeys, two chinchillas, ten rabbits, and eight chicken.  Through the dedication of zoo staff, a dozen animals were rescued, including a llama and the remaining donkeys.  The entire farm area has been destroyed.  Total damage was about CA$1 million.

Foto: Zoo Sauvage de Saint-Félicien

„Wir mussten zunächst an die Sicherheit unsere Mitarbeiter denken. Im Übrigen haben sich alle freiwillig an der Aktion beteiligt. Alle unsere Angestellten stehen hinter der Organisation und das schätzen wir sehr“, betonte die Direktorin des Zoo Sauvage Lauraine Gagnon. „Die Tiere waren buchstäblich im Eis gefangen. Wir haben so viele Tiere wie möglich mit Hilfe eines Bootes gerettet. In  mehreren Anläufen haben wir uns durch das Eis gekämpft. Viele Mitarbeiter hatten heute Morgen blaue Flecken.“

„We had to consider the safety of our employees first.  Beyond that, they all contributed to the operation.  All our employees are behind us, and it’s very much appreciated,“ commented zoo director Lauraine Gagnon. „The animals were literally overcome by the ice,“ remarked Danny Gagnon.  „We saved as many as we could with the use of a boat.  Several times, we had to fight our way through the ice.  Several employees have the bruises to show for it this morning.

Foto: Zoo Sauvage de Saint-Félicien

Die Eisbären, Aisaqvak und Yellé, haben gerade noch einmal Glück gehabt. Ihre Anlage wurde verschont. Einen Augenblick hatte man schon Schlimmes befürchtet. „Das Wasser ist in das Nachtquartier der Eisbären und in das Gebäude mit den Filteranlagen für das Wasserbecken eingedrungen. Zum Glück haben die Pumpen funktioniert“, erklärte Danny Gagnon.  Am nächsten Morgen war die Umgebung der Eisbärenanlage mit riesigen Eisblöcken übersät, die der Fluss hierhin getrieben hatte.

Polar bears Aisaqvaq and Yellé were lucky.  Their facility was spared.  For a while they feared the worst.  „The water penetrated in the inside quarters for the polar bears  and the building with the pond filter systems.  Fortunately the pump kicked in,“ said Danny Gagnon.  The next morning the surroundings of polar bear enclosure was covered with huge blocks of ice, pushed there by the river.

Der Zoo bleibt bis auf weiteres geschlossen, zunächst müssen die Schäden genau festgestellt, die schlimmsten Verwüstungen beseitigt und Mengen von Eis abtransportiert werden.

The zoo will remain closed until further notice, first to assess all the damage, then to remove large quantities of ice and elminate the worst devastation.

Quellen – Sources:

http://www.quebechebdo.com/Actualit%C3%A9s/2012-03-22/article-2937015/Embacle-au-Zoo-de-SaintFelicien-des-dommages-qui-avoisinent-le-million-de-dollars/1

http://lepoint.canoe.ca/webapp/sitepages/content.asp?contentid=231544&id=1250&classif=Derni%E8re+heure

http://fr.canoe.ca/infos/societe/archives/2012/03/20120322-160600.html

http://lepoint.canoe.ca/webapp/sitepages/content.asp?contentid=231545&id=1250&classif=Derni%E8re+heure

4 Antworten zu “Saint-Félicien: Eisstau verursacht Schäden von einer Mio. CAD

  1. Liebe Ulli,

    jetzt habe ich nochmal alles nachgelesen und bin eigentlich noch mehr erschrocken als letzte Nacht.
    Bitte berichtet weiter darüber.
    LG Brigitte

  2. Ach du liebe Güte, was für eine Tragödie.😦

    Zum Glück konnten die Helfer noch Tiere retten. Auch freue ich mich natürlich, dass den Eisbären nichts passiert ist. Schön wäre es gewesen, wenn alle Tiere überlebt hätten.

    LG Elke

  3. Ja, die Eisbaeren haben da nochmal Glueck gehabt, denn wie der Direktor des Zoos erklaerte:
    “ Wir haben ein sehr spezielles Protokoll fuer solche Umstaende. Wenn sic hein Tier, das gefaehrlich sein koennte, ausserhalb seines Geheges in der Natur befindet, kann man es entweder narkotisieren oder aber, im schlimmsten Fall muesste es getoetet werden. “

    Gott sei Dank ist es nicht zum Schlimmsten gekommen!

  4. Oh mein Gott.
    Ich bin total geschockt.
    Traurig bin ich über alle Tiere, die diese Naturkatastrophe nicht überlebt haben.
    Glücklich bin ich über alle Menschen und Tiere, denen nichts passiert ist.
    Danke sage ich allen Helfern.

    Glücklich bin ich auch, dass Aisaqvak und Yellé nichts passiert ist.
    GsD.
    Hoffentlich gibt es finanzielle Hilfen.

    Das Foto des Eisbären, das ihr eingestellt habt, ist für mich DAS Foto des Jahres.

    Vielen Dank für diese Information.
    LG Brigitte

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