Berlin: Zoo gibt erste Untersuchungsergebnisse bekannt

Pressemitteilung des ZOO Berlin vom  22.März 2011:

„Nach dem Tod von Eisbär „Knut“ fand gestern am 21.03. im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung die Sektion des Tieres statt. Die ersten Untersuchungsergebnisse zeigen deutliche Veränderungen des Gehirns, die als Grund für den plötzlichen Tod des Eisbären angesehen werden können. Andere Organveränderungen wurden von den Pathologen nicht festgestellt. Weitergehende Untersuchungen (Bakteriologie, Histologie) werden noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Über das endgültige Ergebnis werden wir umgehend berichten.“

„In response of the demise of polar ice bear „Knut“, an autopsy was undertaken yesterday, March 21st, at the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research. The preliminary results show distinctive anomalies at the brain, which could be seen as the cause of the ice bear’s sudden passing. Other irregularities on the organs could not be found from the pathologists. Further examinations (bacteriology, histology) will require a few more days. We will report on the final results immediately.“

Quelle: http://www.zoo-berlin.de/zoo/tiere-wissenswertes/tier-news/news/article/pressemitteilung-zoo-berlin-22maerz-2011.html

Ein müder Eisbär Knut am Morgen

In einem Interview mit dem Tagesspiegel antwortete der Zoodirektor des Zoo und des Tierparks Berlin  Dr. Bernhard Blaszkiewitz auf die Frage, welche Todesursache, er für die wahrscheinlichste hielt:

„Das Erscheinungsbild, das Knut gezeigt hat, bevor er ins Wasser gefallen ist, sah ja aus wie ein epileptischer Anfall. Doch da kann es viele Ursachen geben, da wäre ich vorsichtig, das kann man noch nicht sagen. Aber, dass etwas im Gehirn war, hat mich von daher nicht überrascht.“

In an interview with Taggesspiegel, Director of the Zoos in Berlin, Dr. Bernhard Blaszkiewitz, answered questions about the cause of Knut’s death and what likely happened.

„The findings taken from Knut’s body, indicate that before he fell into the water, he had an epileptic seizure.  There could be several causes for this.  If I were clairvoyant I could say, but at this point we know nothing for certain.  But it was something to do with his brain, which doesn’t surprise me.“

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/knuts-fell-ist-schon-im-museum/3979014.html

Ähnlich äußerte sich auch Dr. Alex Rübel, der Direktor des Züricher Zoos, nachdem er das Video angeschaut hatte, das ein Zoobesucher gedreht hatte, gegenüber der Schweizer Zeitung „20 Minuten“, Verhalten und die Symptome von Knut sprächen „für Veränderungen im zentralen Nervensystem“.

When he had seen the video taken by zoo visitors, Dr. Alex Rübel, Director of the Zurich Zoo, also spoke out in contrast to the Swiss newspaper 20 Minutes, that Knut’s behavior and symptoms spoke of changes in the central nervous system.

Quelle: http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/-Die-Symptome-sprechen-fuer-einen-Hirnschlag–13851792

In einem Interview mit der FAZ stellte Dr. Blaszkiewitz klar, dass Knut nicht an einem Tumar gelitten habe. „Hätte Knut einen Tumor gehabt, dann hätte man ihn bei dieser Untersuchung gesehen“, sagte Blaszkiewitz. „Die Ursache für die Gehirnveränderungen ist noch nicht klar. Es könnte eine Infektion sein, aber auch andere Erkrankungen sind möglich.“

Dr. Blaszkiewitz trat in dem Interview auch Behauptungen entgegen, Inzucht habe die Erkrankung von Knut verursacht: „Knuts Eltern waren nicht miteinander verwandt; die Mutter war ein Wildtier aus Kanada.“ „Die Mutter des Vaters wurde sogar 33 Jahre alt und starb dann an Leberkrebs.“
Obwohl Eisbären in Zoos bis zu 40 Jahre alt werden können – die älteste Eisbärin „Debbie“ starb im November 2008 im Zoo in Winnipeg mit 42 Jahren – erreichen die meisten Eisbären nur ein Alter von etwa 30 Jahren. Weibliche Tiere werden – wie bei den Menschen – etwas älter als Männchen. Knuts Oma Lisa war die älteste Eisbärin in einem deutschen Zoo, als sie starb.

In an interview with FAZ [Frankfurter Allgemeine Zeitung], Dr. Blaszkiewitz stated clearly that Knut wasn’t suffering from a tumor.  „Had Knut had an tumor, then it would have been clearly visible at the necropsy,“ stated Blaszkiewitz.  „The reasons for the seizure are not yet evident.  It could be an infection, although other illnesses are possible.“

Dr. Blaszkiewitz also spoke out about rumors, that inbreeding was a cause of Knut’s illness:  „Knut’s parent were not related; his mother had been a wild bear from Canada.  His father’s mother had been 33 years old and died of liver cancer.“  Whereas polar bears in in zoos can live to be 40 years old — the eldest was the female Debby, who died at the Zoo in Winnipeg at the age of 42 years — most polar bears appear aged at age 30.  Like with humans, females live longer than males.  Knut’s granny Lisa was the oldest female polar bear in a German zoo when she died.

Quelle:

http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E3E1D0B5D6D424A34922AADAEE4F3F652~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Bei einer internationalen Pressekonferenz am 31. März 2011 will sich der Zoo Berlin und das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung zu den genauen Untersuchungsergebnissen äußern.

On an international media conference on March, 31st the Zoo Berlin and the Leibnitz-Institut for  Zoo and Wildlife Research will announce further results of the examination.

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