Aalborg: Erneuter Irrtum bei der Geschlechtsbestimmung – Milak ist eine „Sie“

Aalborg, 28. September 2013

Milak (stehend) mit Malik im April 2013

Milak (stehend) mit Malik im April 2013

Jetzt ist es wieder passiert in Aalborg, und das zum dritten Mal. Wieder wurde einem Eisbären das falsche Geschlecht zugeordnet. Bei Malik und Augo wurde anfangs gesagt, dass sie männlich wären. Später wurde festgestellt, dass sie weiblich waren. Bei Augo erst nach seinem Tod.

Now it’s happened in Aalborg and for the third time.  Again a polar bear has been sexed incorrectly.  Malik and Augo were at first said to be males.  Later it was established that they were females.  In the case of Augo, it was after death.

Jetzt, nach fast fünf Jahren, gibt der Zoo Aalborg bekannt das Milak überhaupt kein Männchen ist, sondern auch ein Weibchen, dabei hatte man schon geplant, Milak in einen Zoo nach Kanada abzugeben, da in Europa in der letzten Zeit viele männliche Eisbären geboren wurden und es schwierig ist einen Zoo mit einer guten Anlage für einen jungen männlichen Eisbären zu finden. Hätte nicht der EEP Koordinator Einspruch gegen den Transport in Kanada angemeldet, wäre Milak vielleicht jetzt schon dort. Der Zoo Aalborg gab gestern auf seiner Homepage folgendes bekannt:

Now, almost five years later, the Aalborg Zoo reports that Milak is not a male, but a female.  It had been planned for him to go to a zoo in Canada.  Since too many young males are currently available in Europe, it is difficult to place a young male.  Had the EEP Coordinator not protested the move to Canada, Milak would probably already be there.  Yesterday the Aalborg zoo reported as follows:

Trotz DNA-Test unmittelbar nach der Geburt wurde jetzt festgestellt, dass „hanisbjörn“ Milak ein Weibchen ist. Im ersten DNA-Test wurde Milak als Männchen getestet. Im Dezember 2008 wurde Milak geboren und berühmt, weil es damals möglich wurde Live-Bilder aus der Geburtshöhle via Web-Cam in die Welt zu senden.

Der Eisbär bekam durch einen Namenswettbewerb den Namen „Milak“. Benannt nach einem kleinen Ort in Grönland und einem kleinen Fleck auf Milaks Stirn. Um bei dem Geschlecht sicher zu sein, wurde vor der Namensgebung ein DNA-Test durchgeführt. Die Antwort war, dass das Jungtier männlich sei. Jetzt kamen den Tierpflegern Zweifel an der Glaubwürdigkeit dieser Testung, denn Verhalten und Aussehen von Milak ließen auf einen weiblichen Bären zu schließen. Da Milak bald in einen anderen Zoo umziehen soll, musste man sicher gehen. Milak wurde betäubt und untersucht. Die Beobachtungen der Tierpfleger stellten sich als richtig heraus. Milak ist ein Weibchen.

„Es war gut, das wir uns entschieden haben unseren Beobachtung zu glauben“, sagte Tierpfleger Frank Thomsen. Es ist seltsam, da es vor einiger Zeit die gleichen Probleme bei der Geschlechtsbestimmung bei Augo gab. „Wir haben eine visuelle Geschlechtsbestimmung bei Augo gemacht und lagen falsch. Dies kann darauf zurückzuführen sein, dass die Mutter das Jungtier so viel leckt, dass die Klitoris vergrößert war, so dass man das Geschlecht verwechseln kann“, sagt Frank Thomsen.

Während der Untersuchung hat der Aalborger Zootierarzt ein Holzstäbchen in den Mund des Eisbären gesteckt und dabei festgestellt, das Milak einen gebrochenen Schneidezahn hatte. Dieser wurde entfernt. Es wurden normale Bluttests durchgeführt, die alle in Ordnung waren.

„Die gute Nachricht bei dieser Geschichte ist, dass „hunisbjörn“ viel einfacher an andere Zoos zu vermitteln ist. In der Tat haben wir schon jetzt viele Pläne,“ sagt Tierpfleger Frank Thomsen.“

“In spite of the fact that DNA testing performed at birth said otherwise, it has been established that male cub Milak is a girl.  In the first DNA test, Milak was found to be a male.  In December 2008, Milak was born and immediately became famous since live pictures could be sent all over the world from the den’s webcam.

There was a contest and the name chosen was Milak for a small town in Greenland and for a little spot on Milak’s forehead.  Before the name was given, a DNA test was performed.  The answer was that the cub was a male.  The keepers were dubious about this because the cub’s behavior and appearance were more like a female.  Soon Milak will be moved to a new zoo and they had to be absolutely sure, so she was anesthetized and examined.  It turned out the keepers were right.  Milak is a girl.

“It was a good thing, that we decided to trust our observation,” remarked zookeeper Frank Thomsen.  It’s the same problem as before, with a Augo.  “We had sexed Augo visually and guessed wrong.  This may be because a cub licks so much that the clitoris was swollen, so that you can confuse the gender.”

During the examination Aalborg veterinarian put a piece of word into the cub’s mouth and discovered a broken tooth in Milak’s mouth.  It was removed.  The usual blood-tests were all in order.

“The good news is that females (“she-bears”) are easier to trade with other zoos.  In fact, we already have many plans,” said Thomsen.

Hier unser Artikel von der Geschlechtsbestimmung des kleinen Augo.  „Geschlechtsbestimmung in Aalborg“ Offensichtlich hatte man sich damals doch den DNA-Test gespart.

Here is our article about the sexing of little Augo.  Obviously they had saved themselves the announced DNA test.

Homepage des Zoos Aalborg

2 Antworten zu “Aalborg: Erneuter Irrtum bei der Geschlechtsbestimmung – Milak ist eine „Sie“

  1. Pingback: Cochrane Polar Bear Habitat News » Cochrane Polar Bear Habitat

  2. Na fein, Eisbärenmädchen braucht das Land;)

    Liebe Grüße
    Brigitte

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