Kopenhagen: „Arktiske Ring“ wurde eröffnet

Kopenhagen, den 5. Februar 2013

Heute war der große Tag in Kopenhagen. Der große Tag für den Zoo. Heute um 14:00 Uhr wurde der „Arktiske Ring“ offiziell eröffnet.

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Zu diesem Anlass bekamen die ersten Besucher ein Stück „echten arktischen Kuchen“ und der grönländische Aavaat-Chor sang zur Eröffnung.

Ermöglicht wurde dieser Neubau durch die Spende,  zum einhundertfünfzig jährigen Bestehen des Zoo, von AP Møller und Chastine Mc-Kinney Møller Stiftung für allgemeine Zwecke, die Besitzer der weltumspannenden MAERSK-Reederei. Immerhin 150.000.000 DKK, umgerechnet 20.000.000 €.

Der Zoo in Kopenhagen beschreibt den Ring folgendermaßen:

Betritt man den „Arktiske Ring“, so ist es wie einen Schritt in eine andere Welt. Das erste, das man begegnet ist ein herrlicher Anblick der arktischen Küste, das Gebiet, in dem die Eisbären in freier Wildbahn leben. Die Besonderheit ist, dass man auf gleicher Ebene mit den Eisbären ist. Man bekommt eine Vorstellung davon, wie groß und beeindruckend die Tiere sind, die 400 – 600 kg schwer werden können. Das Gehege hat Spalten und Risse, die mit Kies gefüllt sind, und ist bepflanzt mit Gras und Pflanzen, damit die Bären suchen, forschen und graben können. Diese Möglichkeit ist wichtig um ihr natürliches Verhalten zu befriedigen.

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Auf einer langen Rampe tauchen Sie ein in den arktischen Ozean, hier kann man wirklich sehen, wie sich die Eisbären im Wasser bewegen. Wie Eisbären tauchen, schwimmen, mit offenen Augen und geschlossenen Nasenlöcher. Sie schwimmen mit Leichtigkeit über 10 Meilen in der Stunde.

Ein besonderes Erlebnis ist es, wenn man den ersten Schritt in den Acryl Tunnel setzt, der von allen Seiten mit Wasser umgeben ist. Man kann die Eisbären von unten und oben schwimmen sehen. Auf der anderen Seite kann man die Robben im eigenen Pool herumtollen sehen. Auf diese Weise kann man Räuber und Beute sehr nahe beieinander beobachten. Hier sind sie aber durch eine dicke Scheibe getrennt. Beide, Robben und Eisbären, haben viel Salzwasser zum toben. Beide Pools zusammen haben 2400 Kubikmeter Wasser zur Verfügung. Dies entspricht dem Inhalt von 18 Wettbewerbs-Schwimmbädern.

In der Mitte des Arktiske Ring liegt der beeindruckende Vogelfelsen. Es ist eine hohe Klippe, die der Küste der Färöer-Insel nachempfunden ist, hier können Papageientaucher, Tordalken und Trottellummen, wie in der Natur auf schmalen Felsvorsprüngen sitzen. Alle drei Arten können Sie auch unter Wasser sehen, wenn sie nach Nahrung tauchen. Das Becken ist hier 1,80 m tief.

Eine Ausstellung erzählt von dem Leben der Eisbären und ihrer Anpassung an die Natur, der Vogelwelt in den Bergen und die Klimaproblematik in und unter dem Meeresspiegel des Nordatlantiks. Dazu gibt es noch eine interaktive Ausstellung in der man Experimente über Eisbären nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ durchführen können. Stecken Sie zum Beispiel die Finger in den Bauch des Eisbären und markieren Sie die „Überreste“ der Tiere, die er isst. Die Ausstellung erzählt

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Siehe Bilder von der Ankunft des Tunnels im Zoo 

Die Zoomitarbeiter waren auf den Färöer-Inseln um Eier zu sammeln.

Der Zoo Kopenhagen hat seit dem Jahr 1860 durchgehend Eisbären. Zur Zeit hält er ein Eisbärenpaar, Boris und Noel. Auf längere Sicht könnte in diesem Gehege noch zusätzlich ein Weibchen gehalten werden, denn das Gehege ist für ein Männchen und zwei Weibchen ausgelegt.

Der Arktiske Ring erinnert in der Beschreibung dem Eismeer bei Hagenbeck. Wobei wesentliche Unterschiede bestehen. Das Gehege ist über 100 qm größer (mit 950 qm, bei einer Gesamtgröße des Arktiske Ring Anlage von 3200 qm, kein Highlight, aber für einen kleinen Stadtzoo beachtlich), es hat Salzwasser und ist mit Naturboden und Kies ausgestattet, also kein reiner Kunstfelsen. Der Tunnel ist sicherlich Geschmacksache, dazu soll sich jeder Leser seine eigenen Gedanken machen.

Quelle und Fotos:

Homepage des Zoos Kopenhagen

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