Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Der Skandinavisk Dyrepark in Kolind liegt auf der Halbinsel Djursland in Dänemark nordöstlich von Aarhus. Der Tierpark, der sich auf Tiere spezialisiert hat, die in Skandinavien heimisch sind, wurde 1994 unter dem Namen Hjortens Verden eröffnet. Seit 2000 heißt der Park Skandinavisk Dyrepark.  Er beherbergt auf einer Gesamtfläche von 45 Hektar  über 300 Tiere aus mehr als 20 Tierarten, hauptsächlich Säugetiere, in großen, naturnah gestalteten Tieranlagen, die den Zoobesuchern eine unmittelbare Beobachtung ohne Sichtschranken wie Gitter und Glasscheiben ermöglichen.

The Skandinavisk Dyrepark (Scandinavian Wildlife Park) in Kolind lies on the Djursland Peninsula in Denmark, north of Aarhus.  The park, which specializes in animals that are native to Scandinavia, was opened in 1994 under the name of Hjortens Verden (Hart World).  In 2000, it became the Skandinavisk Dyrepark.  Over 111 acres, it houses over three hundred animals from twenty species, mostly mammals.  The large enclosures imitate Nature and allow zoo visitors to see, without visual barriers such as mesh fencing or glass.

Die Eisbärenanlage wurde 2006 eröffnet. Bei der Eröffnung war die 2,8 Hektar große Anlage die größte Eisbärenanlage der Welt. Im Jahr 2013 wurde ein weiteres Eisbärengehege geschaffen, sodass die Anlage nun insgesamt mehr als 3 Hektar umfasst. Sie besteht aus einem 1,8 Hektar großen Hauptgehege, drei Wintergehegen mit zusammen einer Fläche von etwa 1 Hektar und dem neuen Eisbärengehege, das rund 4.400 m² groß ist.

The polar bear enclosure was opened in 2006.  At the opening of the seven acres, the largest polar bear exhibit in the world.  In 2013, a further polar bear area was added, increasing the space to nearly eight acres.  It consists of a 4½-acre main enclosure and three winter enclosures, together about 2½ acres.

Anlage 02

Eisbärenanlage noch ohne das 2013 errichtete zusätzliche Gehege.

Im Hauptgehege liegt ein rund 5.000 m² großer mehr als 3 m tiefer See, über den die Zoobesucher auf einem im Bogen angelegten Holzsteg gehen können. Sie sind also praktisch zusammen mit den Eisbären im Gehege. Der See wird durch Grundwasser gespeist. Der Landteil des Geheges ist hügelig gestaltet. So sieht man die Eisbären in Augenhöhe, wenn man sie beobachtet, und die Eisbären haben die Möglichkeit, die Anlage und die Umgebung der Gehege zu überblicken.  Am nördlichen Ende der Anlage liegt eine Besucherplattform mit Sitzbänken, von der aus die Eisbären beim ersten Teil der bis zu dreimal am Tag stattfindenden kommentierten Fütterung beobachten können. Der zweite Teil der Fütterung findet vom Besuchersteg aus statt. Vor der Plattform liegt im Gehege eine ebene Fläche mit einem zweiten flachen See, der 350 m² groß ist.

The main exhibit features a 1¼-acre pool more than 10’ deep, which zoo visitors can cross by boardwalk.  In this manner, one is practically together with the bears in the exhibit.  The pool is fed by ground-water.  The terrain in the exhibit is purposely designed to be hilly, so that you can see the bears at eye-level while the polar bears have the opportunity to look out over the entire space.  At the north end of the enclosure, there is a visitors’ platform with benches.  Programming is held up to three times per day and features commentary and observation of the feeding.  The second half of the feeding takes place on the boardwalk. In front of visitors’ platform is a second lake of 1100 sq. ft.

Eisbärenanlage im Skandinavisk DyreparkEisbärenanlage im Skandinavisk Dyrepark

Eisbärenanlage im Skandinavisk DyreparkEisbärenanlage im Skandinavisk Dyrepark

Die Wintergehege liegen westlich vom Hauptgehege und man kann als Zoobesucher vom Steg aus in sie hineinsehen, allerdings stört ein doppelter Zaun den Einblick. Jedes der drei Gehege verfügt über ein Wasserbecken. Hier sind die Eisbären im Winter untergebracht und hier liegen auch die Innengehege mit den Ställen der Eisbären und der Geburtshöhle. Das Hauptgehege kann im Winter, wenn der See zugefroren ist, nicht genutzt werden, da dann die Eisbären auf den Holzsteg gelangen könnten. Das ist aber unproblematisch, da der Skandinavisk Dyrepark  nur von Ende April bis Ende Oktober für Zoobesucher geöffnet ist. Im Augenblick sind die beiden erwachsenen männlichen Eisbären des Tierparks in einem 3.300 m² Wintergehege untergebracht. Da im Hauptgehege die Eisbärin Ilka mit ihrem Nachwuchs zu sehen sind.

Winter quarters lie west of the main enclosure and, again from a platform, can be seen by zoo visitors although a double fence unfortunately gets in the way.  Each of the three enclosures has a pool.  The polar bears are brought here in winter and here there are inner enclosures and the birthing den.  In winter, the main exhibit cannot be used when covered with ice because the polar bears then would be able to reach wooden walkway.  That is really not a problem since the ScandinavianWildlifePark is only open to the public from the end of April to the end of October.  Just now the two resident male bears at the park are housed in a 35,000 sq. ft. winter enclosure.  In the main enclosure Ilka is on display with her cubs. 

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20130426 c (247)Eisbären Nanook und Nuuk im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Seit 2013 gibt es ein weiteres Gehege, in das die Zoobesucher von einer Plattform aus über einen trockenen Graben hinweg Einblick haben. Es liegt am südlichen Ende der Wintergehege hinter der Moschusochsenanlage mit einem Zugang zu einem Stallgebäude. Das Gehege steigt nach hinten hin an. So sieht man die Eisbären nicht nur aus einer Perspektive von oben. Auch es verfügt über ein großes Wasserbecken, das den Eisbären erlaubt zu schwimmen und zu tauchen. Auf den Bildern, die im April 2013 entstanden sind, sieht es noch recht kahl aus. Mittlerweile ist es vollständig mit Gras bewachsen.

This year still another exhibit was opened, in which zoo visitors can see the whole complex from a platform out over a dry moat.  It lies at the south end of the winter enclosure behind muskoxen and is connected by passage to a building with inner enclosures.  The exhibit slopes upwards. So you don’t only see the polar bears from above. There too is a large pond, where the polar bears like to swim and dive.  In the pictures, taken in April 2013, all still looks pretty bare.  These days, it’s completely covered with grass.

Neben diesem Gehege informieren Tafeln über die Bedrohung des Lebensraumes der Eisbären durch den Klimawandel und wie wir alle dazu beitragen können, zu verhindern, dass die Eisbären aussterben. Der Skandinavisk Dyrepark arbeitet mit der Organisation Polar Bears International zusammen. Hier ist ein Arctic Ambassador Center der Organisation. Weltweit gibt es über 50 solcher Botschafter Zentren, die meisten davon in den USA. In Europa gibt es drei, außer in Kolind befindet sich eines im Ouwehands Zoo in Rhenen in den Niederlanden und ein weiteres im Tiergarten Schönbrunn in Wien.

Near this exhibit, there is a display of information on the polar bear’s habitat, climate change, and how we can all contribute to the effort to save the polar bear.  The Scandinavian Wildlife Park joins Polar Bears International, and here they keep an ArcticAmbassadorCenter.  Worldwide, they maintain fifty of these centers, mostly in the US.  In Europe, there are three.  Other than Kolind, they other two can be found at the Ouwehands Zoo in Rhenen, Holland, and at the Schönbrunn Zoo in Vienna.

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Alle Gehege sind mit Gras bewachsen. Sie sind mit Baumstämmen und einigen Felsblöcken gestaltet. Als Spielzeug für die Eisbären werden nur natürliche Materialien verwendet: Holzstücke, Baumstämme oder Geweihe, alles Materialien, die die Eisbären auch in der Natur vorfinden würden.

All of the area is covered with grass.  They are sprinkled with tree trunks and a few boulders.  Toys for the polar bears are all made of natural materials:  pieces of wood, logs, or antlers.  These are all items a polar bear might encounter in Nature.

Nach außen sind die Gehege durch einen Maschendrahtzaun begrenzt, der innen elektrisch gesichert ist. Durch einen solchen Zaun kann man auch von einem Besucherweg, der zwischen Elch- und Eisbärenanlage verläuft, in das Hauptgehege hineinsehen.

All of the boundary fences are secured with chain-link fencing and double-secured with electricity.  Through such a fence, one can also take a visitors’ path, running between the moose and the polar bear enclosure, toward the main exhibit.

Eisbärin Vera in Kolind vom Skandinavisk Dyrepark

Foto; Eisbärin Vera in Kolind, vom Skandinavisk Dyrepark

Die ersten Eisbären, die die neue Eisbärenanlage bewohnten waren die damals 25 Jahre alte Vera und der vier Jahre alte Achille.  Vera wurde im Winter 1980 in der Wildnis geboren und kam als etwa ein Jahre altes Jungtier in den Kölner Zoo, wo sie bis zur Aufgabe der Eisbärenhaltung dort im Mai 2000 lebte und drei Jungtiere aufzog . Von Köln kam sie in den Ouwehands Dierenpark in Rhenen in den Niederlanden, auch dort brachte sie noch ein Jungtier zur Welt. Achille wurde am 5. Dezember 2001 in der Monde Sauvage Safari in Aywaille geboren und kam zusammen mit Vera in Kolind an, wo man ihm einen neuen Namen gab: Nanook. Laut einem Artikel in der Jyllands Posten wurden Vera und Nanook Ende Mai 2005 nach Kolind gebracht. Der Artikel berichtet davon, dass Vera sich in Dänemark wohlfühle und zur Überraschung der Tierpfleger aus den Niederlanden, die sie in ihr neues Zuhause begleitet hatten, mit großem Vergnügen Honig schleckte, mit dem sie während des Trainings hinter dem Kulissen belohnt wurde. Das Zuchtbuch nennt den 12. Januar 2006 als Ankunftstag in Kolind.

The first polar bears to live in the new enclosure were 25-year-old Vera and 4-year-old Achille.  Vera had been born in the winter of 1980 in the wild and came to the Cologne Zoo at the age of one, where she lived up until May 2000 and raised three cubs.  From Cologne she was moved to the Ouwehands Zoo in Rhenen, in the Netherlands, where she gave birth to one cub.  On December 5, 2001, Achille was born at the Monde Sauvage Safari Park in Aywaille, Belgium, and traveled to Kolind with Vera.  There he got a new name, “Nanook”.  According to an article in the Jyllands Posten, Vera and Nanook arrived in Kolind in May 2005 and taken to Kolind.  It says that Vera seems comfortable in Denmark, She was especially pleased with the honey, she was given to lick as a reward during her training behind the scenes, much to the surprise of the Dutch zookeepers, who accompanied her to her new home.   The studbook cites January 12, 2006 as the date of her arrival in Kolind.

Gesellschaft bekamen die Beiden bald von zwei Eisbären aus Schweden. Die Geschwister Ilka und Nordman aus dem Tierpark Kolmården zogen in die Eisbärenanlage ein. Die beiden Eisbären waren im Dezember 1993 im Kolmården geboren worden, mussten aber den Zoo verlassen, da man dort die Eisbärenhaltung aufgeben wollte. Nordman erhielt in Dänemark auch einen neuen Namen: Nuuk. Man hatte ihn kastriert, damit er mit seiner Schwester ein Gehege teilen konnte. Auch hier nennt  das Zuchtbuch den  12. Januar 2006 als Tag, an dem die Eisbären in Kolind angekommen seien. Ein Artikel der Zeitung Aftonbladet aus dem Jahr 2005 berichtet aber, dass Ilka und Nordman im November 2005 nach Kolind umziehen sollten.

Soon they were joined by two polar bears from Sweden.  Twins Ilka and Nordman were born at the Kolmarden Zoo in December 1993 but had to leave the zoo, because polar bear keeping was being eliminated there.  Nordman  also acquired a new name “Nuuk” in Kolind.  They had him neutered, so he could share the exhibit with his sister.  The studbook also gives January 12, 2006, as the day when the polar bears came to Kolind.  An article in the Aftonbladt from 2005, mentions that Ilka and Nordman would arrive in Kolind in November 2005.

Vera starb am 15. Juli 2008.  Die anderen drei Eisbären leben auch heute noch in Kolind. Zwischen Nuuk und Nanook entwickelte sich eine dicke Männerfreundschaft, die bis heute besteht. Bei unseren Besuchen wanderten die Beiden meist gemeinsam über die Anlage oder ruhten sich nebeneinander liegend aus. Ilka hielt außer bei Fütterungen immer eine gewisse Distanz zu den beiden Männchen ein. Aber dafür steht ja auch genügend Platz zur Verfügung.

Vera died on July 15, 2008.  The three other polar bears still live in Kolind.  A close camarderie has developed between Nuuk and Nanook.  According to our research, the two roam the exhibit together and mostly bed down next to each other.  Except for feedings, Ilka mostly keeps her distance, and for that, they have plenty of space.

Eisbären Nanook und Nuuk im Skandinavisk Dyrepark in KolindEisbärin Ilka im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Im Dezember 2009 brachte Ilka ein weibliches Jungtier  zur Welt, doch sie hatte keine Milch, um es zu säugen und das Jungtier starb.  Auch im Dezember des folgenden Jahres brachte sie wieder ein weibliches Jungtier zur Welt. Diesmal gelang es, als man feststellte, dass sie wieder keine Milch für ihren Nachwuchs hatte, das Jungtier zu bergen. Man versuchte die kleine Eisbärin mit der Hand aufzuziehen, doch sie starb nach wenigen Tagen. Ein Jahr später wiederholte sich der Vorfall. Ilka brachte am 22. November 2011 ein männliches Jungtier zur Welt und kümmerte sich auch diesmal gut um ihren Nachwuchs. Doch der kleine Eisbär wurde immer schwächer, sodass man sich wieder dazu entschloss einzugreifen. Ilka wurde betäubt und nachdem man festgestellt hatte, dass sie wieder keine Milch produziert hatte, nahm man das Jungtier und zog es mit der Hand auf. Diesmal gelang die Handaufzucht und der kleine Eisbär wurde Siku getauft, bekam eine Facebookseite, eine Webcam  und wurde ein Medienstar mit Fans überall auf der Welt.

In December 2009, Ilka gave birth to a female cub but was unable to lactate, so the cub died.  In December of the following year, she gave birth again to a female cub.  This time, after establishing that she again had no milk, the cub was taken away to hand-raise although she died in a few days.  On November 22, 2011, she gave birth to a male cub and this time mothered it competently.  But the little male weakened, so again they decided to intervene.  Ilka was anesthetized and again they determined that she produced no milk, so took the cub away to raise ir by hand.    This time all went well, and the little bear was named Siku.  He has a Facebook page, a wehcam, and has become an international media star. 

 

Eisbär Siku im Skandinavisk Dyrepark in KolindEisbär Siku im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Nachdem Ilka drei Jahre in Folge ihren Nachwuchs nicht hatte  aufziehen können, entschloss man sich im Jahr 2012 sie mit Medikamenten zu behandeln, die die Produktion der Milch förderten. Diese Behandlung hatte Erfolg.  Am 21. November gebar sie zwei Jungtiere und diesmal konnte Ilka sie auch aufziehen. Sie ist eine fürsorgliche Mutter, die sich gut um ihre beiden Jungen, deren Geschlecht noch nicht bekannt ist, kümmert. Die Beiden sind mittlerweile zu munteren kleinen Eisbären herangewachsen, die den Zoobesucher mit ihrem Spiel viel Freude machen. Auch Ilka und ihren Nachwuchs kann man mit einer Webcam live beobachten.

After failing to raise cubs for three years, medication was prescribed for Ilka in 2012, so that she would be able to lactate.  The treatment was successful and on November 21, she gave birth to two cubs and was able to nurse.  She is a caring mother of her two young cubs, whose genders are not yet known.  Meanwhile the two have grown into lively youngsters, full of games, that provide zoo visitors with a lot of fun.  The can also be watched live over a webcam.

Eisbärin Ilka und ihr Nachwuchs im Skandinavisk Dyrepark in KolindIlka und ihr Nachwuchs im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Seit April 2011 lebt die am 16. November 1990 im Zoo Budapest geborene Lady in Kolind. Auch sie erhielt im Skandinavisk Dyrepark einen neuen Namen: Smilla. Da es sich als schwierig herausstellte, sie in die bestehende Eisbärengruppe zu integrieren, war sie zunächst alleine in einem der Wintergehege untergebracht. Lady Smilla brauchte eine lange Zeit sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Sie kannte nur die Anlage in Budapest, die sehr klein ist und über keinen Naturboden verfügt. Sie wusste zunächst mit all der Natur um sie herum nichts anzufangen und reagierte gestresst mit stereotypem Verhalten. Man hat sich in Kolind viel Mühe gegeben, ihr das wieder abzugewöhnen. Da sich herausstellte, dass sie und der junge Siku durch den Zaun Interesse für einander zeigten, beschloss man die beiden zusammenzuführen, als Siku ein Jahr alt war. Bei unserem Besuch sorgte Lady Smilla zwar noch recht deutlich dafür, dass ihr der junge Mitbewohner nicht zu nah kam. Doch das hat sich in der Zwischenzeit geändert. Die beiden Eisbären haben sich gut aneinander gewöhnt, spielen mit einander und schlafen nebeneinander. Eine prima Lösung für beide Tiere. Siku lernt von der Eisbärin sich wie ein richtiger Eisbär zu verhalten und Lady Smilla hat einen Kumpel an ihrer Seite, der ihren Alltag abwechslungsreich gestaltet.

Since April 2011, Lady has also lived at the zoo in Kolind.  She was born at the Budapest Zoo on November 16, 1990.  Also she’s now been given a new name, “Smilla”.  She had trouble integrating with the existing polar bears, so at first she was kept alone in the winter enclosure.  Lady Smilla needed a long time to get used to her new surroundings.  She had only ever been in the small Budapest facility, which has no soil, and didn’t seem to known what to do with all that Nature surrounding her.  She reacted with stereotypical behaviors to work off her stress.  They’ve tried very hard in Kolind to wean her from that.  Now that he’s grown up, the youngster Siku and she show interest in each other through the fence, so later they decided that the two should share one enclosure when Siku was one year old. During our visit in April, Lady Smilla made it quite clear that she wanted nothing to do with her younger friends.  But that has changed.  The two polar bears are settling in well together, playing with each other, and sleeping near the other.  It’s a great solution for both animals.  Siku will learn from Lady Smilla how to be a proper polar bear, and meanwhile, it provides her with a companion at her side.  It enriches both of their lives.

Eisbären Lady Smilla und Siku im Skandinavisk Dyrepark in KolindEisbärin Lady Smilla im Skandinavisk Dyrepark in KolindEisbär Siku im Skandinavisk Dyrepark in Kolind

Im ersten Jahr war Siku in einem Gehege mit einem niedrigen Zaun untergebracht, das eigentlich ein Teil der Moschusochsenanlage ist. Doch dies war nur eine Zwischenlösung, denn mittlerweile ist er viel zu groß für eine solch eine Anlage. In Kolind handelte man schnell und baute für ihn und Lady Smilla ein neues Gehege, das den Tieren alles bietet, was sie benötigen. In den meisten anderen Zoos in Europa hätte man in vier Monaten kein Eisbärengehege fertigstellen können und vermutlich wäre auch nie ein so großes Gehege gebaut worden. Ganz bestimmt hätte aber der Bau ein Vielfaches von dem gekostet, was für den Bau, des Geheges in Kolind aufgebracht werden musste. Denn hier wurde auf all das verzichtet, was in erster Linie die Bedürfnisse der Menschen befriedigt. Es gibt keine Kunstfelsenkulisse, die eine Landschaft in Spitzbergen nachahmen soll, und keine Unterwassersicht durch eine teure Scheibe. Dafür aber viel Platz für die Eisbären. Ich würde mir wünschen, dass sich die öffentlich subventionierten Zoos anderswo eine Scheibe von der Entschlossenheit des kleinen privaten Tierparks abschneiden würden.

For the first year, Siku was put in an enclosure with a low fence, carved from the muskoxen enclosure.  Now he is much too big for such a space.  In Kolind, they quickly built a new area for the two bears, to provide for all the bears’ needs.  In most of European zoos, it wouldn’t be possible to built a new enclosure within four months and indeed they would not have thought of building such a large pen.  But of course the building would have cost a lot more than the sum that was necessary in Kolind.  Here the needs of the visitors came second.  There is no artificial art in the background, trying to show off Spitzbergen, and no expensive glass for viewing underwater.  There is, however, a lot of space for the polar bears.  I wish that other publicly funded zoos elsewhere would take adopt the attitude of this little private zoo.

Das Design des Hauptgeheges ist außerordentlich gut gelungen. Es ermöglichst den Besuchern eine direkte Beobachtung der Tiere aus der Nähe, ohne dass Gitter oder spiegelnde Scheiben den Blick stören. Man ist nicht abgeschottet von den Tiergeräuschen und kann so z.B. das Schnaufen der Eisbären hören, wenn sie rennen, oder das Tuckern der Jungtiere, wenn ihre Mutter sie säugt. Durch die mehrmals am Tag stattfindenden kommentierten Fütterung, die allerdings auf Dänisch abgehalten werden, erfährt man etwas über Verhalten und Biologie der Eisbären und die Bedrohung ihres Lebensraumes. Zusätzlich werden bei der Fütterung die Eisbären des Skandinavisk Dyrepark vorgestellt. Nach der Fütterung kann man Fragen auf Englisch stellen. Die Fütterungen stellen auch sicher, dass man die Eisbären in Aktion erlebt und sind gleichzeitig eine Bereicherung für die Tiere. Ich würde mir wünschen, dass die Verantwortlichen der Zoos, die ihre Eisbärenanlagen renovieren oder neue bauen wollen, sich die Eisbärengehege in Kolind anschauten. Es wäre schön, wenn es mehr solcher Anlagen gäbe.

The design of the main enclosure is excellent.  It gives visitors a direct close-up view of the animals, without grills or reflective panes to spoil the view.  One is not isolated from the animals so can, for example, hear their panting when they run or the humming of the cubs while nursing.  There are several feedings with chats given daily, all in Danish, where they talk about the behavior and biology of polar bears, as well as the threats to their natural environment. They also introduce the polar bears of the ScandinavianWildlifePark to the visitors. The feedings also ensure that the visitors can watch active bears running, swimming and diving. Besides they are an enrichment for the polar bears. I wish that other zoos, planing to build or renovate polar bear facilities would have a look at Kolind.  It’s lovely to see bears displayed in such a natural environment.

Quellen – Sources:

http://da.wikipedia.org/wiki/Skandinavisk_Dyrepark

http://www.skandinaviskdyrepark.dk/

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