Spitzbergen: Ein Mensch von einem Eisbären getötet, vier verletzt.

Spitzbergen, 5. August 2011

Bei einem Angriff auf Mitglieder einer britischen Reisegruppe tötet heute am frühen Morgen ein Eisbär einen Menschen und verletzte vier weiter schwer. Der Eisbär wurde von den Angegriffenen erschossen.In norwegischen Medien wird berichtet, dass es sich um eine Gruppe Jugendlicher handeln soll, insgesamt 13 Personen. Die Reise soll von der British Schools Exploring Society organisiert worden sein.

This morning an attack by a polar bear on a British tour group resulted in the death of one man and four others seriously injured.  The polar bear was shot.  The Norwegian media reports that it was a group of thirteen young people.  The trip had been organized by the British Schools Exploring Society.

Foto: Heather Thorkelson

Nach diesen Informationen zeltete die Gruppe auf dem Von Postbreen Gletscher, 40 Kilometer östlich von Longyearbyen, dem Hauptort der Inselgruppe. Die Behörden auf Spitzbergen wurden per Satellitentelefon von dem Vorfall informiert, woraufhin ein Hubschrauber zum Ort des Geschehens flog und die Verletzten zum Krankenhaus in Longyearbyen brachte. Von dort werden sie, begleitet von einem Arzt, einer Krankenschwester und einem Neurochirurgen mit einem Flugzeug nach Tromsø in die Universitätsklinik transportiert. Die vier Verletzten haben alle Kopfverletzungen. Jon Mathisen von der Notfallambulanz bezeichnete den Zustand der Verletzten als ernst, es bestehe aber keine Lebensgefahr.

According to this information the group had camped on the Von Postbreed Glacier, 25 miles east of Longyearbyen, the capital of the island group.  Authorities on Spitsbergen were informed by satellite phone and sent a helicopter to the scene and transported the injured to the hospital in Longyearbyen.  From there, they were joined by a doctor, a nurse, and a neurosurgeon in a flight on to the University Hospital at Tromsø.  The four injured all have head wounds.  Jon Mathisen of the ER described their condition as serious, but not life-threatening.

Kjersti Norås, der für die Tourismusindustrie auf Spitzbergen arbeitet, sagte, dass der Von Postbreen Gletscher ein bei Touristen beliebtes Ziel sei. Die Eisbären seien normalerweise nicht aggressiv, solange sie genug Nahrung hätten. Sie würden normalerweise keine Menschen angreifen. Ein Forscher des Norwegischen Polar Instituts erklärte, dass es selten sei, dass ein Eisbär Menschen töten und schwer verletzten würde, bevor er selbst erschossen würde, nur sehr hungrige oder junge Bären würden Menschen angreifen. Trekking-Touren in die Wildnis von Spitzbergen müssen angemeldet werden und ihre Teilnehmer müssen bewaffnet sein.

Kjersti Norås, of the Spitsbergen Tourist Office, said that the Von Postbreen Glacier was a popular tourist desination.  Polar bears are generally not agressive, so long as they’re given adequate space.  They normally don’t attack humans.  A researcher at the Norwegian Polar Institute explained that it is rare for a polar bear to kill a person, even to injure them seriously, before being shot itself.  Only a very hungry or a very young bear would attack people.  Trekkers to the wilderness of Spitsbergen must be registered and participants must be armed. 

Foto: Martha de Jong-Lantink

1995 war der letzte Mensch auf Spitzbergen in der Nähe von Longyearbyen vom einem Eisbär getötet worden. Man schätzt, dass auf der Inselgruppe 3000 Eisbären leben. In Frühjahr hatte der Gouverneur von Spitzbergen eine Warnung ausgesprochen, nachdem man Eisbären in der Nähe von Longyearbyen beobachtet hatte. Die Eisbären stehen in Norwegen unter strengem Schutz, wird auf Spitzbergen ein Eisbär getötet, führt das automatisch zu einer Untersuchung, bei der die Behörde die Verteidigung des getöteten Eisbären übernimmt.

1995 was the last time when a person in the area near Longyearbyen on Spitsbergen was killed by a polar bear.  It is estimated that 3000 polar bears inhabit the archipeligo.  In the spring, the governor of Spitsbergen had issued a warning that polar bears were being seen around Longyearbyen.  In Norway, polar bears are strictly protected, and in the case where a polar bear is killed on Spitsbergen, it triggers an automatic investigation in which authorities take on the defense of the dead polar bear.

Mittlerweile gibt es eine Bestätigung aus Norwegen, auf einer Pressekonferenz informierte der stellvertretende Gouverneur, dass der Getötete ein 17 jähriger Jungendlicher sei. Die Verletzten – unter ihnen die beiden Leiter der Gruppe – sind 16, 17, 27 und 29 Jahre alt. Sie werden ins Universitätsklinikum von Nordnorwegen in Tromsø gebracht. Die acht weiteren nicht verletzten Mitglieder der Gruppe werden im Krankenhaus von Longyearbyen betreut.

Meanwhile, at a press conference conducted by the acting governor, there is confirmation from Norway, that the deceased was a 17-year-old young person.  The injured — amongst which was the leader of the group — are 16, 17, 27, and 29 years of age.  They were taken to the University of North Noway University Hospital in Tromsø.  The other eight members of the group who were not injured were being cared for at the Longyearbyen Hospital.

Quellen – Sources:

http://www.sysselmannen.no/hoved.aspx?m=44267&amid=3181650

http://www.nrk.no/nyheter/distrikt/troms_og_finnmark/1.7738935
http://www.newsinenglish.no/2011/08/05/polar-bear-injures-four-in-svalbard/
http://www.guardian.co.uk/world/2011/aug/05/polar-bear-mauls-british-death
http://www.bt.no/nyheter/innenriks/Drept-av-isbjrn-2550012.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,778589,00.html

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