San Diego Sea World: Szenja stirbt unerwartet

San Diego, 18. April 2017

Foto: Szenja im Februar 2017 von Molly Merrow

Die San Diego Sea World trauert um Eisbärin Szenja. Der Tierpark gab heute bekannt, dass die 21 Jahre alte Eisbärin unerwartet verstorben ist. Die Todesursache ist bisher unbekannt.

In der letzten Woche hatten die Tierpfleger beobachtet, das Szenja weniger Appetit hatte und sich weniger bewegte, also krank wirkte. Man beobachtete die Eisbärin genau, rechnete aber nicht mit ihrem Tod. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären, deren Ergebnis aber erst in einigen Wochen erwartet wird.

Szenja wurde am 15. Oktober 1995 in Wuppertal geboren und kam 1997 mit anderthalb Jahren in die San Diego Sea World, als dort die Wild Arctic Anlage eröffnet wurde. Zusammen mit ihr kamen das gleichaltrige Männchen Charly aus dem Tierpark Hagenbeck Hamburg und das Weibchen Snowflake, die ebenfalls 1995 im Buffalo Zoo geboren wurde. Charly starb 2012.

Anfang des Jahres machten die Eisbärinnen der San Diego Sea World, Snowflake und Szenja, Schlagzeilen, weil Snowflake in den Pittsburgh Zoo transportiert wurde, um dort mit Koda zu züchten. PETA beklagte, dass die beiden Eisbärinnen, die so lange zusammen gelebt hätten, getrennt würden und forderte, den Zoo auf, auf den Transport zu verzichten.

Es ist allerdings eine Vermenschlichung, den Eisbärinnen zu unterstellen, dass sie dicke Freundinnen waren. Ihre Tierpfleger berichten, dass sich die beiden die meiste Zeit im Jahr ignorierten und sich Plätze in der Anlage suchten, die von einander entfernt lagen. Nur im Frühling waren sie mehr an einander interessiert und spielten miteinander. Sie zeigten also ein für Eisbären ganz normales Verhalten. In der Natur sind Eisbären Einzelgänger, die nur ausnahmsweise in der Paarungszeit oder in den Monaten ohne Meereis an Stellen, wo es  ein Nahrungsangebot gibt, die Nähe von Artgenossen suchen oder tolerieren.  Es gibt eine Studie, die beschreibt, dass Weibchen, die ein Gehege teilen, meist versuchen Distanz zueinander zu halten. Auch wenn es Eisbären gibt, die sich gut verstehen und die Nähe zueinander suchen, leiden sie nicht, wenn sie wie in der Natur alleine leben. Szenja und Snowflake waren in den vergangenen Jahren immer wieder für begrenzte Zeit getrennt voneinander, die eine in Pittsburgh, die andere in San Diego, untergebracht.

Szenja hatte kein Problem damit alleine zu sein. Sie genoß die volle Aufmerksamkeit ihrer Tierpfleger, die sie immer wieder mit Leckereien oder einem neuen Spielzeug überraschten, mit dem sie ausgelassen spielte. Ihr plötzlicher Tod ist für alle, die sich um sie gekümmert haben, ein Schock.

„Szenja war ein geliebtes Mitglied unserer Tierfamilie, also ist das ein sehr schwieriger Tag für uns alle“, sagte Al Garver,  der zoologische Direktor der Sea World San Diego in einer Erklärung. „Szenja berührte nicht nur die Herzen derer, die sich in den letzten zwei Jahrzehnten um sie gekümmert haben, sondern auch die von Millionen von Gästen, die die Chance hatten, sie persönlich zu sehen. Wir sind stolz darauf, ein Teil ihres Lebens gewesen zu sein und zu wissen, dass sie Menschen aus der ganzen Welt inspiriert hat, sich für den Schutz der  Eisbären in freier Wildbahn einzusetzen.“

Quelle – Source:

http://www.nbcsandiego.com/news/local/Szenja-the-Polar-Bear-21-Passes-Away-SeaWorld-419767784.html

http://polarbearsusa.blogspot.de/2017/04/szenja-grand-german-lady-leaves-us-much.html?spref=fb

4 Antworten zu “San Diego Sea World: Szenja stirbt unerwartet

  1. A sad farewell to beautiful Szenja. I loved visiting her, I imagined her as a little cub, learning to swim in the big pool at Zoo Wuppertal all those years ago. She was such a fine polar bear lady. Thank you to Jens in the note above for the photo of the incredible Boris, her daddy.

    Molly

  2. R.i.P. Szenja.

  3. Adieu,gute Szenja!

    Liebe Grüße von Brigitte.

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